2. Bundesliga : HSV baut im Aufstiegskampf auf Heimstärke gegen Heidenheim

Christian Titz, der Trainer des Hamburger SV, beobachtet das Spiel gegen den SV Sandhausen.
HSV-Trainer Christian Titz will gegen Heidenheim die nächsten drei Punkte einsacken.

Mit einem Heimsieg könnte der HSV in die Spitzengruppe vordringen. Kiel und der St. Pauli müssen auswärts antreten.

shz.de von
14. September 2018, 14:23 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV will die Basis für die sofortige Rückkehr in die Fußball-Bundesliga im Volksparkstadion legen. „Mit einer stabilen Heimbilanz kannst du dich oben festsetzen“, erklärte Trainer Christian Titz vor dem Heimspiel am Samstag (13 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim. 19 Tage nach dem 3:0 über Arminia Bielefeld soll dem Absteiger vor eigenem Publikum mit dem nächsten Dreier der Sprung in die Spitzengruppe gelingen. Die beiden anderen Nordclubs sind dagegen auf Reisen: Holstein Kiel spielt am Samstag (13 Uhr) bei Greuther Fürth, der FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr) bei Erzgebirge Aue.

„Wir haben das Selbstbewusstsein zu sagen, dass wir jetzt einen Kader zusammen haben, mit dem wir unsere Ziele erreichen, wenn wir unseren Job gut machen“, sagte HSV-Sportchef Ralf Becker dem „kicker“. Durch die Last-Minute-Verpflichtung des WM-Teilnehmers Hee-Chang Hwang aus Südkorea hat der Mitfavorit in der Offensive eine weitere Option und ist noch etwas schwerer auszurechen. „Wir sehen in ihm einen Spieler, der uns von Anfang an sportlich verstärkt“, meinte Becker über den 22-Jährigen, der den verletzten Jairo ersetzen soll. „Natürlich: Ich möchte sofort spielen“, sagte der von RB Salzburg ausgeliehene Profi.

Hee-Chan Hwang kommt für ein Jahr nach Hamburg.
Imago/GEPA Pictures
Hee-Chan Hwang kam auf Leihbasis von RB Salzburg nach Hamburg.
 

Die Hamburger stehen jedoch vor einer großen Belastungsprobe. Denn durch das auf nächsten Dienstag verlegte Spiel bei Dynamo Dresden müssen sie sechs Mal in 21 Tagen ran. „Die größte Herausforderung wird sein, wie wir rotieren. Da gibt es dann natürlich Überlegungen, welcher Spieler für welchen Gegner besser geeignet ist“, verriet Titz, der Lewis Holtby (Fußblessur) ersetzen muss. Dessen ungeachtet fordert Becker, keinesfalls nachzulassen. Im Gegenteil: „Wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen, ist der HSV in dieser Liga schwer zu schlagen. Dementsprechend wollen wir am Monatsende oben dabei sein.“

Kieler reisen mit Zuversicht nach Fürth

Holstein Kiel liegt als die am besten aus den Startlöchern gekommene und einzig unbesiegte Mannschaft aus dem hohen Norden schon äußerst gut im Rennen. Und da außer Aaron Seydel (Fersenblessur) voraussichtlich alle Stammkräfte fit werden, reisen die Störche mit einiger Zuversicht zum Top-Match bei der SpVgg Greuther Fürth.

Aaron Seydel trägt eine weitere Saison das Holstein-Trikot.
imago/Christian Schroedter
Aaron Seydel fällt gegen Fürth wohl aus.
 

Allerdings mahnte Trainer Tim Walter, der noch auf das Mitwirken von Abwehrchef Dominik Schmidt (grippaler Infekt) hofft, strikte Kompaktheit in der Hintermannschaft an. „Fürth hat schnelle Stürmer, die mit viel Wucht angreifen. Wir werden von der ersten Sekunde an hellwach sein müssen“, sagte der Coach, der auch wieder auf den südkoreanischen Spielmacher Jae-Sung Lee bauen kann.

Statistik spricht gegen Sieg von St. Pauli

Nach zuletzt drei Pflichtspiel-Niederlagen in Serie will der FC St. Pauli ausgerechnet bei Erzgebirge Aue die Wende einleiten. Allerdings spricht die Statistik klar gegen die Kiezkicker: Von 15 Duellen mit den Erzgebirglern konnten die Hanseaten nur zwei gewinnen – zuletzt 2013. Höchste Zeit, dies zu ändern, meint Trainer Markus Kauczinski. „Ich weiß um die Negativserie. Die wollen wir durchbrechen, das haben wir auch schon gegen Darmstadt geschafft.“

St. Paulis Trainer Markus Kauczinski gestikuliert auf dem Platz. /Archiv
Jörg Carstensen
St. Paulis Trainer Markus Kauczinski.
 

Durch den Ausfall von Christopher Avevor, Bernd Nehrig und Luca Zander hat der 48-Jährige in der mit zwölf Gegentoren aus drei Partien zuletzt anfälligen Defensive kaum Alternativen. Als Ausrede will er dies aber nicht gelten lassen. „Wir haben etwas gutzumachen. Dafür müssen wir den gleichen Torhunger zeigen, hinten kompakt stehen und besser verteidigen. Daran haben wir über die Woche gearbeitet.“

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