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Erste Bundesliga : Hamburger SV verliert gegen Bayern München 0:1 - der Liveticker zum Nachlesen

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Eine Halbzeit spielten die Hamburger in Unterzahl, kämpften und hatten Glück, dass die Niederlage nicht viel höher ausfiel.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2017 | 20:28 Uhr

Der Hamburger SV hat sich besser verkauft als erwartet – Zählbares herausgesprungen ist gegen den FC Bayern München aber wieder nicht. „Das war ein guter Auftritt, aber Gideon Jung wird uns fehlen. Er war einer der Bersten in den letzten Wochen“, sagte HSV-Sportdirektor Jens Todt nach dem knappen 0:1 (0:0) am Samstagabend. Bis zur 39. Minute war die Welt des norddeutschen Bundesliga-Abstiegskandidaten gegen den auf fünf Positionen umgestellten Rekordmeister noch ganz in Ordnung, doch dann sah Jung nach einem groben Foulspiel Rot. „Ich will auf jeden Fall den Ball spielen und den Gegner nicht verletzen“, sagte der U21-Europameister hinterher zu seiner Verteidigung.

„Es war sehr schwer nach dieser harten Roten Karte, es war eine Willensleistung“, betonte Markus Gisdol, dessen Stuhl auch nach der siebten sieglosen Partie in Serie nicht wackelt. Für den HSV-Coach wäre Gelb nach dem harten Einsteigen von Jung gegen Kingsley Coman ausreichend gewesen. „Mit ein bisschen Glück hätten wir uns noch belohnen können. Es tut irgendwie weh, dass wir mit dieser Leistung keinen Punkt haben.“ Gegen die übermächtigen Gegner Leipzig, Dortmund und Bayern hatten die Hanseaten im Volkspark in der Hinserie keine Chance.

„Die Rote Karte war vertretbar“, betonte Trainer-Rückkehrer Jupp Heynckes, der den Gegner in den höchsten Tönen lobte: „Der HSV ist über sich hinausgewachsen. Ein ganz großes Kompliment an die Spieler, sie haben gefightet bis zur letzten Minute.“ Im vergangenen Jahr habe man auch nur 1:0 gewonnen, davor 2:1: „Es ist nicht so leicht, wie überall zu lesen war. Der HSV hat nie aufgegeben. Wir sind froh über die drei Punkte.“ Die Hamburger hielten besonders in den ersten 45 Minuten mit der erstmals getesteten Fünfer-Abwehr-Formation dagegen.

Am Ende hätten die Bayern allerdings weit höher als nur durch das Tor von Corentin Tolisso (52. Minute) gewinnen müssen. „Wir können sehr viele positive Schlüsse aus dem Spiel ziehen. Wir waren sehr selbstbewusst und haben hoch attackiert“, bilanzierte Mergim Mavraj, der zusammen mit Abwehrrecke Kyriakos Papadopoulos Schwerstarbeit zu verrichten hatte. „Wir haben uns immer leichter getan gegen Mannschaften, die den Ball laufen lassen“, führte er an.

In Berlin und danach im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart wird Gisdol sich etwas einfallen lassen müssen.

 
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