Nach Verhandlungen mit dem HSV : Hängepartie beendet: Würzburg löst Hollerbach-Vertrag auf

Kann sich über die Vertragsauflösung mit seinem Ex-Club Würzburg freuen: HSV-Coach Bernd Hollerbach.  
Foto:
Kann sich über die Vertragsauflösung mit seinem Ex-Club Würzburg freuen: HSV-Coach Bernd Hollerbach.  

Der Drittligist nimmt ein „Entschädigungsangebot“ des HSV an. Das Geld spenden die Kickers für wohltätige Zwecke.

shz.de von
31. Januar 2018, 15:17 Uhr

Würzburg/Hamburg | Die Würzburger Kickers haben nach tagelangen Verhandlungen mit dem Hamburger SV den Vertrag von Ex-Trainer Bernd Hollerbach aufgelöst und damit die letzten formalen Hürden für dessen Engagement beim Fußball-Bundesligisten beseitigt. Der Drittligist teilte am Mittwoch mit, dass er ein „Entschädigungsangebot“ des HSV annehmen werde. Wie viel Geld die Hanseaten an die Unterfranken zahlen, wurde nicht bekanntgegeben. Die Kickers unterstrichen aber erneut ihr Befremden über das Vorgehen der Hamburger und vermissten „mehr Respekt und ein sorgsameres Vorgehen“ bei dem Deal.

Hollerbach hatte in Würzburg noch einen gültigen Vertrag, war seit vergangenem Sommer aber freigestellt. Die Hamburger verpflichteten den Ex-Profi jüngst als Nachfolger von Markus Gisdol. Er soll den kriselnden Traditionsverein vor dem Abstieg in Liga zwei bewahren.

Weil Hollerbach bei der Vorstellung in Hamburg seinen alten Kontrakt bei den Kickers nicht aufgelöst hatte, kam es zu Unstimmigkeiten. Die Würzburger blieben verärgert. „Objektiv muss man leider festhalten, dass der Umfang des Angebots dem Wert und den Qualitäten von Bernd sowie der Wichtigkeit seiner Verpflichtung in der aktuellen HSV-Situation nicht annähernd gerecht wird. Wir nehmen es aber einzig und allein aufgrund der Freundschaft zu Bernd an“, hieß es.

Behalten will der Drittligist das Hamburger Geld nicht. „Stattdessen suchen wir uns karitative Organisationen und werden es an bedürftige Kinder und Jugendliche spenden – hälftig an soziale Einrichtungen bei uns in der Region, hälftig an soziale Einrichtungen im Stadtteil St. Pauli“, sagt der Kickers-Vorstandsvorsitzende Daniel Sauer.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen