Neues vom HSV : Gideon Jung fällt aus – neue Chance für Kyriakos Papadopoulos?

Auf die Abwehrqualitäten von Gideon Jung (re.) muss der HSV lange verzichten.

Auf die Abwehrqualitäten von Gideon Jung (re.) muss der HSV lange verzichten.

Jung hat sich im Trainingslager einen Knorpelschaden im linken Knie zugezogen und fehlt dem HSV mehrere Monate.

shz.de von
19. Juli 2018, 12:00 Uhr

Hamburg | Das ist eine bittere Nachricht: Gideon Jung, der bei Fußball-Zweitligist Hamburger SV eine Führungsrolle in der Innenverteidigung übernehmen sollte, fällt die komplette Hinrunde aus. Der 23-Jährige hat sich im Trainingslager in Österreich einen Knorpelschaden im linken Knie zugezogen, wie eine MRT-Untersuchung am Mittwoch in Hamburg ergab.

„Eine ganz bittere Diagnose. Gideon hat sich zu einem echten Führungsspieler entwickelt und war eine Säule in unseren Planungen für die anstehende Saison“, bedauert Sportchef Ralf Becker den Ausfall. Jung wird am Montag in Augsburg operiert.

 

Papadopoulos nimmt wieder am Training teil

Trainer Christian Titz würden für die Mission Wiederaufstieg somit mit Rick van Drongelen, David Bates und Stephan Ambrosius nur sehr drei junge Innenverteidiger zur Verfügung stehen – wäre da nicht auch noch Kyriakos Papadopoulos.

Ralf Becker suchte in den vergangenen Wochen vergeblich nach einem Abnehmer für den Griechen. Bisher hat kein Klub ernsthaftes Interesse an Papadopoulos gezeigt, der die Hamburger Gehaltsliste weiterhin belastet und für den der HSV mindestens fünf Millionen Euro Ablöse verlangt. Das berichtet die Hamburger Morgenpost. Mit dem Ausfall von Jung könnte sich die Tür für den 26-Jährigen, der in der Vorbereitung bislang nur individuell oder mit der U21 trainierte, aber wieder öffnen. Zumindest stieg er heute wieder ins Training der ersten Mannschaft ein.

Kyriakos Papadopoulos könnte wieder zu einer Alternative werden.
imago/De Fodi

Kyriakos Papadopoulos könnte wieder zu einer Alternative werden.

 

Wenn Arp geht: Kommt ein neuer Stürmer?

Mit Großverdiener Pierre-Michel Lasogga, Manuel Wintzheimer und Jann-Fiete Arp hat der Bundesliga-Absteiger drei Stürmer in seinem Kader. Für Arp, der sich mit dem FC Bayern München auf einen Vierjahresvertrag ab 2019 geeinigt hat, könnte der HSV aber nur noch diesen Sommer Geld einstreichen. Das Interesse, das Sturmjuwel zu verkaufen, ist also gegeben. Bisher hat der FC Bayern aber nur 2,5 Millionen Euro geboten, was dem Zweitligisten zu wenig ist.

Dennoch wird erwartet, dass sich die Vereine demnächst einigen. Wenn es soweit ist, wollen die Hamburger einen neuen Stürmer verpflichten. Ins Visier ist Suleiman Abdullahi von Eintracht Braunschweig geraten. Der 21-jährige Nigerianer erzielte vergangene Saison sieben Tore für den Zweitliga-Absteiger und wäre nach Informationen der Hamburger Morgenpost für rund eine Million Euro zu haben – Geld, dass der HSV nur im Falle eines Arp-Verkaufs hat.

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