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Neues vom HSV : Flutschfinger, 18-Punkte-Ziel und Mergim Mavraj

vom
Aus der Onlineredaktion

Der HSV offenbart gegen Mainz große Schwächen. Besonders Christian Mathenia und Mergim Mavraj sind von der Rolle.

von
erstellt am 16.Okt.2017 | 11:53 Uhr

Hamburg | HSV-Keeper Christian Mathenia machte bei der 2:3-Niederlage der Hanseaten gegen den FSV Mainz 05 am Sonnabend keine gute Figur. Ein 20-Meter-Schuss von Danny Latza flutschte ihm durch die Finger - es war das spielentscheidende 3:1. Schon gegen Dortmund und in Hannover hatte Mathenia in einigen Situationen nicht gut ausgesehen. So langsam stellt sich daher in Hamburg die Frage: Bleibt der ehemalige Darmstädter die Nummer eins zwischen den HSV-Pfosten? Dazu hat Coach Markus Gisdol am Sonntag eine klare Aussage getroffen.

 

Wie ein geprügelter Hund schlich Christian Mathenia nach dem Spiel vom Platz. Dem selbstkritischen Keeper war anzusehen, wie sehr der Flutschfinger-Anfall an ihm nagte. Doch er bekam Rückendeckung. Zuerst von Sportchef Jens Todt.

„Das war keine Top-Leistung von ihm, aber wir haben kein Torwart-Problem", sagte Todt. Und auch Markus Gisdol stellte am Sonntag klar: „Mathenia ist unsere Nummer eins.“ Der Coach lobte den Eifer des 25-Jährigen: „Er trainiert tadellos und ist in jedem Training sehr konzentriert. Er muss sich jetzt als Nummer eins in Hamburg etwas freischwimmen. Das ist eine große Aufgabe.“ In der vergangenen Saison noch war Mathenia hinter René Adler die Nummer zwei, rutschte durch dessen Verletzung ins Tor. Nun muss er anfangen zu zeigen, dass er die Adler-Nachfolge zurecht antritt.

Eine Alternative für Christian Mathenia ist Julian Pollersbeck. Doch der im Sommer für 3,5 Millionen Euro aus Kaiserslautern verpflichtete U21-Europameister leistete sich in der Vorbereitung bereits einige Patzer und scheint immer noch im Formtief zu stecken. Somit drängt er sich bei Markus Gisdol noch nicht auf.

Gisdol glaubt weiter an 18-Punkte-Ziel

Für den HSV-Coach selbst wird die Luft nach nur einem Punkt aus sechs Spielen dünner. Und nun kommen am Sonnabend auch noch die Bayern ins Volksparkstadion - eine Niederlage dürfte der HSV bereits einkalkuliert haben. Gisdol bleibt dennoch zuversichtlich: „Wir haben hier in Hamburg schon schwierigere Situationen gemeistert und ich bin absolut sicher, dass wir die Mannschaft wieder dazu bringen, Punkte zu holen und gestärkt aus dieser Situation hervorgehen.“ Er wolle zum aktuellen Zeitpunkt mit nur sieben Punkten noch keine Szenarien aufzumachen, sondern hält weiter am von Vorstandschef Heribert Bruchhagen ausgegebenen Ziel fest: 18 Zähler bis zur Winterpause.

Viele Gegentore - ist Mergim Mavraj Schuld?

Der HSV hat nach acht Spieltagen nunmehr 14 Gegentore auf dem Konto, nur Freiburg (16) und Köln (17) haben mehr. Trotzdem ist Gisdol mit der Arbeit seiner beiden Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos und Gideon Jung zufrieden. „Dass ’Papa’ für uns insgesamt unverzichtbar ist, ist nicht neu“, sagte Gisdol laut „Hamburger Morgenpost“. Noch mehr Lob gab es für Jung. „Gideon ist seit Wochen unser beständigster und bester Spieler“. Dass der Trainer Papadopoulos und Jung hervorhebt, Mergim Mavraj aber nicht nennt, ist kein gutes Zeichen für den Albaner.

In der Tat blieb Mavraj in dieser Saison noch weiter hinter den Erwartungen zurück. Auch gegen Mainz. Er konnte nur knapp die Hälfte seiner Zweikämpfe gewinnen, in der ersten Halbzeit stand er kurz vor einem Platzverweis, beim 1:2 verlor er seinen Gegenspieler aus den Augen. Die drei Male als der 31-Jährige bisher in der Startelf stand, kassierte der HSV drei Gegentore, sonst waren es weniger. „Wenn man in so einer Tabellensituation steckt wie wir, kann man von keiner Stärke sprechen, weder defensiv noch offensiv“, befand Mavraj nach dem Mainz-Spiel. „Alle, die nach oben geschaut haben: ,Willkommen in der Realität!'“. Für Mavraj selbst könnte die Bank zur Realität werden.

 

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