Neues vom HSV : Durchstarten im Volksparkstadion: Fiete Arp läuft nicht für die Nationalelf auf

Zudem sammeln die HSV-Profis 10.000 Euro für ihre Fans. Das Spiel gegen Dynamo Dresden wird am 18. September nachgeholt.

shz.de von
05. September 2018, 11:57 Uhr

Hamburg | Fiete Arp will mit dem HSV zurück in die Bundesliga und das als Spieler der ersten Elf, dafür verzichtet er sogar auf sein Debüt in der deutschen U19-Nationalmannschaft. Für den DFB spielen zu dürfen sei auch für ihn eine große Ehre, dennoch wolle er die Länderspielpause lieber nutzen, um sich im Volkspark wieder in den Vordergrund zu spielen. Das sagte er gegenüber der „Hamburger Morgenpost“.

Seine Saisonbilanz für den HSV liest sich noch bescheiden. Bisher stand er bei den Spielen in der Zweiten Bundesliga überhaupt nicht auf dem Platz. Der 18-Jährige spielte in der Regionalliga für die U21 und beim Pokalspiel.

Hamburgs Josha Vagnoman kämpft um den Ball.
Christian Charisius/dpa

Hamburgs Josha Vagnoman (Mitte) kämpft mit Rafinha (li.) um den Ball.

 

Auch Abwehrspieler Josha Vagnoman entschied sich gegen die Teilnahme am deutschen U19-Lehrgang. Am Dienstag trainierten die Verbliebenen im Kraftraum, nur die Torhüter standen draußen auf dem Platz. Am Mittwoch steht ab 15 Uhr eine Einheit im Volksparkstadion an.

Nicht dabei sind die acht HSV-Spieler, die der Berufung in ihre Nationalelfen nachkommen.   

Im Dauereinsatz für sein Heimatland ist aktuell HSV-Neuzugang Hee-chan Hwang. Der Südkoreaner – der mit seinem Treffer am vergangenen Samstag einen großen Anteil am Sieg seiner U23 bei den Asia Games hatte – wurde direkt für die anstehenden Länderspiele der A-Nationalmannschaft nominiert. Der Flügelspieler Tatsuya Ito trägt erstmals das Trikot der japanischen „Samurai Blue“.

Auch Rick van Drongelen (Niederlande), David Bates (Schottland), Vasilije Janjicic (Schweiz), Fabian Gmeiner (Österreich), Manuel Wintzheimer (Deutschland) und Marco Drawz (Polen) sind mit ihren Jugendnationalmannschaften unterwegs.

HSV-Profis sammeln 10.000 Euro für Fans wegen Spielabsage

Dabei stehen die in Hamburg verbliebenen Spieler des Teams vor einer verlängerten Länderspielpause, nachdem das Match gegen Dynamo Dresden abgesagt worden war, weil die dafür vorgesehenen Polizeikräfte wegen mehrerer Demonstrationen zum Einsatz nach Chemnitz abgezogen worden waren.

Die Profis des Fußball-Zweitligisten sammelten deshalb jetzt 10.000 Euro für ihre Fans. Das Geld soll Anhängern des Vereins zugutekommen, denen durch die Absage des Spiels bei Dynamo Dresden am vergangenen Samstag Kosten entstanden sind. Das teilte der HSV auf seiner Homepage mit.

 

Durch die Fanbetreuung wurde entschieden, allen Begleitern, die über den HSV eine Fahrt oder ein Hotelzimmer gebucht hatten, sämtliche Kosten zu erstatten. Zudem könnten Fanclubs, denen Kosten entstanden sind und die eine Reise zum Nachholspiel planen, bis zum 9. September einen Fahrtkostenzuschuss für eine erneute Reise nach Dresden beantragen. Wer keine zweite Reise plant, könne die über den HSV erworbenen Tickets für das Spiel zurückgeben.

Das Nachholspiel findet am Dienstag, 18. Septermber, um 18.30 Uhr statt:

 

Lewis Holtby sendet „Geburtstagsgruß“ an Heribert Bruchhagen

Abseits des Fußballplatzes sorgte Lewis Holtby für Aufsehen. Er reagierte auf die Äußerungen von Heribert Bruchhagen mit einem Seitenhieb. Der Ex-HSV-Trainer hatte in einem Interview dargelegt: „Wenn Spieler wie Lewis Holtby sagen, ’Jetzt macht mir Fußball wieder Spaß’, dann fällt einem dazu nichts mehr ein. Solche Spieler haben beim HSV drei bis vier Millionen Euro verdient, aber sie haben dem Beiersdorfer den Job gekostet, dem Gisdol den Job gekostet, dem Todt, dem Hollerbach und am Ende auch noch mir.“

Die Reaktion des Mittelfeldspielers kam prompt: In einem Instagram-Geburtstagsgruß an seinen Teamkollegen Aaron Hunt, der seinen 32. Geburtstag feierte, schrieb Holtby auch an den ehemaligen HSV-Vorstandsvorsitzenden: „Natürlich noch beste Wünsche zum 70. Geburtstag Herr Bruchhagen, haben Sie einen schönen Tag und weiterhin alles Gute! Die lieben Grüße sind angekommen. Auf diesem Wege liebe Grüße zurück aus dem Volksparkstadion.“

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