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Hamburg gegen Mainz 05 : Dritter Dreier in Serie? Labbadia blendet alle Probleme aus

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Fünf Jahre ist es her, dass der HSV dreimal in Serie gewonnen hat. Hunt könnte sein Comeback geben.

Hamburg | Bruno Labbadia hat keine Lust, über den Rekordverlust des Hamburger SV, die Verletztenmisere oder Probleme in der Kabine zu sprechen. Genauso wenig, wie er über die Ausfälle von Stammspielern wie Pierre-Michel Lasogga, Emir Spahic und Dennis Diekmeier jammert, will der Coach öffentlich die leeren Kassen der Hanseaten kommentieren. Er macht allerdings keinen Hehl daraus, dass ihn die beschränkten Möglichkeiten auf dem Transfermarkt stören. Könnte seine Vertragsverlängerung daran sogar scheitern? „Nein, wir haben gesagt, wir gehen da gemeinsam durch und beschreiten den sportlichen Weg wie bisher“, sagt Labbadia.

Drei Siege in Serie? Das gab es beim Hamburger SV zuletzt vor fünf Jahren. Doch die Entwicklung der Hamburger zeigt nach oben. In dieser Saison avanciert der HSV bereits zum Ligaschreck: Siege gegen Dortmund, Gladbach sowie Bremen und Tabellenplatz 7 nach dem 14. Spieltag.

Seine erfolgreiche Arbeit, die den Abstiegskandidaten der zwei vergangenen Spielzeiten immerhin auf Tabellenplatz sieben führte, ist derzeit das Wichtigste im Verein. Nebengeräusche wie eine Ohrfeige, die Spahic Stürmer Lasogga vor langer Zeit verpasst haben soll, interessieren den Hessen nur wenig. Wenn er sich um alles kümmern würde, was Monate zurückliegt, wäre die Last auf seinen Schultern nicht mehr zu stemmen, beteuert der 49-Jährige.

Die Meinungsverschiedenheit der beiden Profis sei ohnehin längst ausgeräumt. „Seither haben sie sich bestimmt schon sieben, acht Mal in den Armen gelegen“, kommentiert Labbadia den Vorfall. Die Mannschaft verbringe „unglaublich viel Zeit“ miteinander. Die derzeitigen Erfolgserlebnisse trügen dazu bei, die Stimmung hochzuhalten.

Ebenso wenig wie die Verletztenliste wird von ihm das Thema Europa League diskutiert. Seine Schützlinge scheinen kapiert zu haben, dass es um bodenständige Arbeit statt großer Ankündigungen geht. „Vieles spricht für uns. Wir haben einen Lauf“, sagt der Ex-Mainzer Nicolai Müller. Nach der schwierigen Vorsaison stehen der Flügelspieler und Mittelfeldantreiber Lewis Holtby für die Leistungssteigerungen und den Aufschwung des HSV. Dreimal drei Punkte in Serie gelangen den Norddeutschen zuletzt vor fünf Jahren, aber Mainz scheint dem HSV nach sechs Punkten in der vergangenen Saison zu liegen.

Erst im Abschlusstraining sollte sich entscheiden, ob Torhüter René Adler nach leichter Muskelverletzung fit wird. Wenn nicht, steht Jaroslav Drobny bereit, der den ehemaligen Nationalkeeper schon fünfmal in dieser Spielzeit vertrat und dabei dreimal zu null spielte. Bei dem lange verletzten Regisseur Aaron Hunt wird Labbadia wohl kein Risiko eingehen - ein Kurzeinsatz ist aber denkbar.

 

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erstellt am 04.Dez.2015 | 10:26 Uhr

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