Präsident des Hamburger Fußball-Verbands : Dirk Fischer gegen HSV-Aufstieg

Dirk Fischer
Der Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes Dirk Fischer. /Archiv

Dirk Fischer dämpft die Euphorie vor dem möglichen Aufstieg. Die finanzielle Situation sei weiterhin „dramatisch“.

shz.de von
07. November 2018, 11:29 Uhr

Hamburg | Trotz des sportlichen Höhenflugs und der Tabellenführung in der 2. Bundesliga macht sich Dirk Fischer Sorgen um den Hamburger SV. Der Präsident des Hamburger Fußball-Verbands sagte der Zeitung „Die Welt“: „Wir sollten aber alle nicht vergessen, dass auch wenn am Saisonende Platz eins oder zwei steht, der HSV erst mal durch das Lizenzierungsverfahren muss. Und finanziell ist die Lage dramatisch.“

In der vergangenen Woche hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, dass das Minus für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2017/18 zwischen fünf und sieben Millionen Euro liegen soll und für 2018/19 bis zu 20 Millionen Euro betragen könnte. Der Verein wollte die Zahlen nicht kommentieren.

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Am Saisonende laufen die Verträge über die Namensrechte am Volksparkstadion sowie mit dem Hauptsponsor Emirates aus. Außerdem muss 2019 eine Fananleihe in Höhe von 17,5 Millionen Euro zurückgezahlt werden.

Lasogga: „Ich werde mich für den HSV zerreißen“

Pierre-Michel Lasogga will den Hamburger SV mit seinen Treffern wieder in die Fußball-Bundesliga schießen. „Ich sehe es als Pflicht an, diesem Club zu helfen“, sagte der Angreifer, der in den bisherigen zwölf Spielen sechs Tore für den Spitzenreiter der 2. Liga geschossen hat, in einem Interview mit der „Sport Bild“ (Mittwoch).

Nach dem Trainerwechsel von Christian Titz zu Hannes Wolf war Lasogga wieder in die Startformation gerückt. Der neue Coach habe nicht viel mit ihm sprechen müssen: „Manchmal ist ein Platz in der Startelf mehr wert als 1000 Worte.“ Das Verhältnis zu Titz beschrieb der 26-Jährige als gut.

 

Lasogga gehört mit einem Vertrag, der ihm Einnahmen von mehr als 3,4 Millionen Euro im Jahr einbringen soll, zu den absoluten Großverdienern. Besonderen Druck verspürt der bullige Angreifer dadurch aber nicht: „Was zählt, ist jetzt auf dem Platz. Und da werde ich mich in dieser Saison für den HSV zerreißen.“

Der Kontrakt bei den Hanseaten läuft am Saisonende aus. Was danach kommt, interessiert Lasogga derzeit nicht: „Ich will die Ziele mit dem HSV auf dem Platz erreichen, erst dann geht es um Papierkram.“

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