Neuer Trainer beim HSV : Die Versager holen Labbadia – Magath wäre besser gewesen

Bruno Labbadia kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.
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Bruno Labbadia kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Felix Magath hätte der Mannschaft Beine gemacht und Köpfe rollen lassen, kommentiert Jürgen Muhl.

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15. April 2015, 14:59 Uhr

Hamburg | Die Entscheidung des HSV, es auf den letzten Metern noch einmal mit einem Trainerwechsel zu versuchen, ist richtig. Der über Nacht vom Sportdirektor auf die Trainerbank gesetzte Peter Knäbel kann es nicht. Mit ihm wäre der Abstieg wohl bereits in drei Wochen besiegelt gewesen. Ob ausgerechnet Bruno Labbadia, der auch schon fast drei Jahre aus dem Geschäft ist, und wie so viele Kollegen vor und nach ihm beim HSV einst sein Waterloo erlebte, in sechs Wochen noch ausreichend Punkte sammeln kann, muss schon bezweifelt werden. Versagt doch der seit Jahren ohne großen Fußballverstand zusammengestellte Profi-Haufen in schöner Regelmäßigkeit.

Hinter den Kulissen rumort es beim Hamburger SV. Hatte doch Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer noch vor zwei Tagen klar und deutlich zu verstehen gegeben, dass es bis zum Saisonende keinen Trainerwechsel mehr geben wird. Beiersdorfer sprach Knäbel also sein Vertrauen aus und hoffte weiterhin auf ein Engagement von Thomas Tuchel.

Der Aufsichtsrat, unter der Führung vom Kühne-Vertrauten Karl Gernandt, aber hatte genug von Tuchels Hinhaltetaktik und nahm Beiersdorfer alle Kompetenzen, indem er die sofortige Installation eines Trainers verlangte. In der letzten Nacht wurde diskutiert – Labbadia oder Magath. In diesem Kampf um Leben und Tod wäre Felix Magath sicher der geeignetere Kandidat gewesen. Der hätte nicht nur der Mannschaft Beine gemacht, sondern im Erfolgsfall – beim Erhalt der Bundesliga – Köpfe rollen lassen. Nämlich auch die von Beiersdorfer, Knäbel und Bernhard Peters, von dem bis heute niemand so recht weiß, was er eigentlich für sein Millionen-Gehalt macht.

Da dieses Trio mit am Entscheidungstisch saß, fiel die Wahl auf Bruno Labbadia. So behalten die Versager ihren Job und es geht im alten Trott beim HSV weiter. In Richtung Liga zwei.

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