Vor dem Spiel gegen Union Berlin : Der HSV will zurück an die Spitze der 2. Bundesliga

Pierre-Michel Lasogga und Jann-Fiete Arp jubeln. Heute kommt Union Berlin in den Volkspark.

Pierre-Michel Lasogga und Jann-Fiete Arp jubeln. Heute kommt Union Berlin in den Volkspark.

Trainer Hannes Wolf steht vor einem Rekord. Kann Pierre-Michel Lasogga ihm helfen?

shz.de von
26. November 2018, 10:21 Uhr

Hamburg | Der aktuell zweitplatzierte Fußballzweitligist Hamburger SV erwartet am Montag (20.30 Uhr) im heimischen Volksparkstadion den 1. FC Union Berlin. Ziel ist es die Tabellenspitze vom 1. FC Köln zurückzuerobern. Dafür würde sogar ein Unentschieden gegen die Berliner reichen.

Die Hauptstädter sind am Sonntag durch den FC St. Pauli vom dritten auf den vierten Platz verdrängt worden. Für die Gastgeber ist es binnen drei Wochen schon der zweite Aufstiegskandidat, der sich im Volksparkstadion vorstellt. Zuletzt hatten die Hamburger den Favoriten 1. FC Köln zu Gast und bezwangen ihn mit 1:0.

Mit den Berlinern stellt sich eine unangenehme Mannschaft im Volkspark vor. Das Team hat als einziger Zweitligist noch kein Spiel verloren und ist mit lediglich acht Gegentoren in 13 Partien die abwehrstärkste Mannschaft im Bundesliga-Unterhaus. Der HSV folgt in dieser Wertung auf Platz zwei mit zwölf Gegentoren.

Hannes Wolf kann heute einen Rekord aufstellen.
Christian Charisius/dpa

Hannes Wolf kann heute einen Rekord aufstellen.

 

„Wir brauchen das höchste Level, um vor eigenem Publikum bestehen zu können“, sagte HSV-Trainer Hannes Wolf. Dem Coach war die Länderspiel-Pause zu lange. Sie habe sich angefühlt wie eine Winterpause. „Es wird Zeit, dass es wieder losgeht“, sagte er.

Wolf steht vor einem Rekord

Der Coach kann bei dem Spiel heute sogar einen Rekord aufstellen. Noch nie hat ein HSV-Trainer die ersten fünf Spiele seiner Amtszeit gewonnen. Und es gab einige in den letzten Jahren, die es versucht haben. Jedoch keiner in der zweiten Liga.

Verzichten muss der Fußballlehrer dabei wahrscheinlich auf seinen Topscorer Pierre-Michel Lasogga. In 14 Spielen (Liga und Pokal) erzielte der bullige Mittelstürmer elf Tore (zwei Vorlagen).

 

„Es gibt zwei Szenarien. Entweder, Pierre kann voll spielen, oder er spielt nicht. Er hilft uns nur, wenn er bei 100 Prozent ist“, stellte Wolf fest. Der Berliner musste das Training am Sonntag mit Wadenproblemen abbrechen.

Als erste Alternative würde wohl Hee-Chan Hwang von der Außenbahn ins Angriffszentrum rücken und Bakery Jatta seinen Platz auf dem Flügel übernehmen. Der aus Gambia stammende Jatta hatte beim Spiel gegen Erzgebirge Aue sein erstes Profitor für die Rothosen erzielt. Dementsprechend motiviert dürfte er sein. Möglich ist aber auch, dass Hwang auf dem Flügel bleibt und Jann-Fiete Arp den Posten im Sturmzentrum erhält. Doch vielleicht hat der Trainer auch etwas ganz anderes vor. Seine Äußerungen auf der Pressekonferenz lassen darauf schließen:

 

Auch Berlin macht sich Hoffnungen

Dass das Match gegen die Berliner ein Selbstläufer wird, ist nicht zu erwarten. Union gehört mit zum Kreis der Aufstiegsaspiranten. Innenverteidiger Florian Hübner freut sich auf die Partie: „Es ist ein geiles Spiel. Am Montagabend ist alles angerichtet. Wir fahren mit einer breiten Brust nach Hamburg. Ich hoffe auf drei Punkte.“

Mittelfeldmann Grischa Prömel kehrt nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre in die Startelf zurück. Linksverteidiger Christopher Lenz (muskuläre Probleme) sowie die beiden Innenverteidiger Marc Torrejon (Wadenprobleme) und Fabian Schönheim (Adduktorenverletzung) stehen nicht zur Verfügung.

mit dpa

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