Sportvorstand Ralf Becker : Chancen auf dem Transfermarkt: Der HSV braucht innovative Ideen

Ralf Becker, der neue Vorstand Sport des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV. /Archiv
Ralf Becker, der neue Vorstand Sport des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV. /Archiv

Der neue Zweitligist muss auf der Suche nach neuen Spielern zurückfahren: Die meisten WM-Spieler sind zu teuer für den HSV.

shz.de von
21. Juni 2018, 11:16 Uhr

Hamburg | Der neue Sportvorstand Ralf Becker sieht die Möglichkeiten des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV auf dem Transfermarkt auch angesichts der gestiegenen Ablösesummen als begrenzt an. „Wir müssen innovative Ideen entwickeln, um gute Spieler zu bekommen. Wir müssen früher als andere dran sein, mutiger sein“, sagte er am Donnerstag im Interview von sportbuzzer.de.

Heutzutage gehe es weniger darum, „Spieler zu finden, die kein anderer kennt – die Zeiten sind vorbei“, sagte der ehemalige Manager von Holstein Kiel. „Der Fußballmarkt ist offen. Es geht heute zum Beispiel auch um Glaubwürdigkeit, man muss bei den Spielern ein gutes Gefühl entwickeln.“

Bei der WM in Russland glaubt Becker, nur schwerlich einen Kandidaten für den Bundesliga-Absteiger zu finden. Die meisten WM-Spieler seien zu teuer. „Wir bewegen uns in anderen Bereichen, backen jetzt kleinere Brötchen“, sagte der 47-Jährige. Natürlich gebe es auch Spieler kleinerer Nationen, „aber das ist nicht unser Markt, von dem wir denken, dort neue HSV-Spieler herzubekommen“. Daher werde er auch aller Voraussicht nach nicht nach Russland fliegen.

Der HSV steigt am Samstag (11 Uhr) mit einem öffentlichen Training offiziell in die Vorbereitung auf seine erste Saison in der 2. Bundesliga ein. An den beiden Tagen zuvor stehen Laktat- und Leistungstests an.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen