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Neues vom HSV : Bundesligaspiel gegen Freiburg: Markus Gisdols Reifeprüfung

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Der HSV ist nach drei Siegen in einer ungewohnten Situation. Gisdol warnt vor den oft unterschätzten Freiburgern.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 14:39 Uhr

Hamburg | Nach drei Siegen hintereinander sollte die Arbeit für einen leidgeplagten Trainer eigentlich leichter sein. Das sieht Markus Gisdol ganz anders. „Man muss immer voll auf Sendung sein. Die Grundstimmung ist positiver, aber es ist nicht unbedingt leichter“, sagt der Coach des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Nach dem Fehlstart in der Hinrunde und nur einem Punkt bei seinem Start in Hamburg sei die momentane Situation allerdings ungewohnt.

„Das ist jetzt ein Stück weit die Herausforderung, die Spannung hochzuhalten, hellwach zu sein“, erklärt der 47-Jährige vor dem Bundesliga-Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen den SC Freiburg. „Ich habe nicht den Eindruck, dass sie euphorisch ist, sie ist fokussiert“, lobt er seine Mannschaft, die 17 Punkte aus den vergangenen zehn Partien holte und sich auf Rang 15 verbesserte.

 

Gisdol hat eine feine Antenne für Stimmungen im Mannschaftsgefüge und duldet keine Querulanten. So wie er im Winter ganz überraschend Innenverteidiger Emir Spahic aussortierte, kommt ihm die immer positive Grundhaltung von Kyriakos Papadopoulos gerade recht. Der Grieche reißt die ganze Mannschaft mit seiner Fröhlichkeit mit.

Dem Schrecken am Mittwoch, als der 24-Jährige das Mannschaftstraining früher beendete, nimmt Gisdol die Brisanz. Das operierte Knie hält. Papadopoulos und Mergim Mavraj bilden ein zuverlässiges Pärchen in der Verteidigung - der ehemalige Kapitän Johan Djourou ist zum Ersatzspieler geworden.

Gegen das junge, schnelle Freiburger Team ist der HSV besonders gefordert. „Sie haben die Leichtigkeit aus dem Aufstieg mitgenommen, sind unbeschwert. Freiburg wird oftmals unterschätzt“, warnt Gisdol. Zumal Freiburg keines der vergangenen fünf Gastspiele im Volksparkstadion verlor und in dieser Spielzeit als Aufsteiger mit 29 Punkten weitaus stabiler auftritt als die Hamburger (19).

„Das ist eine Mannschaft, die von der Wahrnehmung viel zu schlecht wegkommt“, findet der Coach. Kurios ist, dass Gisdol gegen die Breisgauer noch nie gewann und nie verlor - vier Spiele mit Hoffenheim endeten unentschieden.

Für den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen ist die Partie sogar eine „kleine Reifeprüfung“. „Es muss sich zeigen, wie die Mannschaft damit umgeht, selbst das Spiel zu gestalten.“ Vor rund 50.000 Zuschauern will der HSV die neu gewonnene Heimstärke ausbauen. „Wir wollen nachlegen und mit aller Macht auf der Welle bleiben“, sagte der zuletzt formstarke Flügelspieler Nicolai Müller der „Bild“-Zeitung.

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