Neues vom HSV : Bruchhagen zum Sturzversuch: „ganz normal in der Situation“

<p>Nach dem Willen eines Aufsichtsrates, wäre Heribert Bruchhagens Zeit beim HSV vorbei.</p>
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Nach dem Willen eines Aufsichtsrates, wäre Heribert Bruchhagens Zeit beim HSV vorbei.

Per Email wollte der Initiator der Revolte seine Kollegen im Aufsichtsrat von einer Absetzung der Führung überzeugen.

shz.de von
02. Februar 2018, 14:15 Uhr

Hamburg | Immer mehr Unruhe beim HSV: Nach den heftigen Diskussionen über den Umgang mit Rechtspopulisten im Verein ist nun bekannt geworden, dass aus dem Aufsichtsrat Bestrebungen gegeben hat, den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt zu stürzen. Nach Informationen Hamburger Medien soll ein Mitglied des Aufsichtsrates seine fünf Kollegen in einer E-Mail dazu aufgefordert haben. Das sei aber mehrheitlich abgelehnt worden.

Bruchhagen reagierte am Freitagnachmittag auf die Berichte: „Es ist doch normal, dass sich angesichts unserer prekären sportlichen Situation im Aufsichtsrat eine Diskussion entwickelt, die über die Position des Trainers hinausgeht. Diese Diskussion hat offensichtlich stattgefunden, mit dem bekannten Ergebnis. Weiteres gibt es nicht zu sagen“, sagte Bruchhagen am Freitag: „Unser Fokus liegt vollständig auf dem wichtigen Spiel gegen Hannover 96.“ Der abstiegsbedrohte HSV erwartet den „kleinen HSV“ am Sonntag (18 Uhr).

Als Ersatz-Kandidaten habe das Mitglied den Bruchhagen-Stellvertreter und Finanzvorstand Frank Wettstein und den für den Nachwuchsbereich zuständigen Sportdirektor Bernhard Peters vorgeschlagen. Eine weitere Alternative soll Allround-Mann Felix Magath gewesen sein. „Wir halten es im Aufsichtsrat normalerweise so, dass wir uns vertraulich zu allen Themen austauschen. Ich bin sehr enttäuscht, dass kurz vor dem Spiel gegen Hannover clubschädigende Unruhe geschürt wird“, sagte Aufsichtsratschef Andreas Peters.

Dass der gescheiterte Vorstoß jetzt bekannt wurde, liegt vermutlich an der Neubesetzung des Aufsichtsrates am kommenden Dienstag. Dieser wird von der Hauptversammlung der Fußball-AG eingesetzt. Ob der E-Mail-Schreiber weiterhin zum Gremium gehören wird, dürfte fraglich sein.

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