zur Navigation springen

Neues vom HSV : Aussprache zwischen Investor Klaus-Michael Kühne und Vereins-Präsident Jens Meier

vom

Mit Geld kann man nicht alles kaufen? Kühne und Meier wollen sich am Wochenende über das Thema Aufsichtsrat austauschen.

von
erstellt am 10.Nov.2017 | 12:52 Uhr

Hamburg | Seit Tagen gibt es Streit beim HSV. Nun zeichnet sich ein Kompromiss ab. Der Verein hofft auf eine Lösung im Streit um den Aufsichtsrat bis zur Hauptversammlung am 18. Dezember. Dazu wollen sich am Wochenende Geldgeber Klaus-Michael Kühne und Präsident Jens Meier aussprechen, berichtet die Hamburger Morgenpost.

Investor Klaus-Michael Kühne hat damit gedroht, sich als Geldgeber des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zurückzuziehen. Auslöser ist die anstehende Neubesetzung des Aufsichtsrates. Kühne erklärte, dass er der HSV Fußball AG zukünftig nur dann eine finanzielle Unterstützung gewähren werde, wenn sie über den von ihm befürworteten, unabhängigen und kompetenten Aufsichtsrat verfügt.

Kühnes Interessenvertreter im Kontrollgremium des HSV ist Karl Gernandt, Präsident der Kühne Holding AG. Der war von Juli 2014 bis Dezember 2016 Aufsichtsratsvorsitzender beim HSV.

Unternehmer und HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne (l.) und Karl Gernandt, Präsident des Verwaltungsrats von Kühne+Nagel und ehemaliger Aufsichtsratvorsitzender HSV Fußball AG.

Unternehmer und HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne (l.) und Karl Gernandt, Präsident des Verwaltungsrats von Kühne+Nagel und ehemaliger Aufsichtsratvorsitzender der HSV Fußball AG.

Foto: dpa/Archiv

Vor der Hauptversammlung sind Bestreben aufgekommen den zur Wahl stehenden Aufsichtsrat ohne einen Vertreter von Investor Klaus-Michael Kühne besetzen zu wollen. Kühne will bei der Aufstellung des Aufsichtsrats nicht auf einen Vertreter verzichten.

HSV-Präsident Jens Meier. /Archiv
HSV-Präsident Jens Meier. /Archiv Foto: Axel Heimken
 

Bei einem telefonischen Gespräch soll auf Wunsch des Vorstandes ein Kompromiss gefunden werden. Über die Zusammensetzung des sechsköpfigen Aufsichtsrates entscheiden Präsidium und Beirat des HSV. Die Kandidaten werden bei der Hauptversammlung durch die Mitglieder gewählt. Wie das Gespräch ausgehen wird, ist bisher noch ungewiss. Wird Kühne sich als Geldgeber zurückziehen, gibt es eine neue Kandidatenliste für den Aufsichtsrat? Oder wird es einen Kompromiss geben?

Anteile des Vereins

Die Fußball AG des HSV kann nur noch 1,08 Prozent ihrer Anteile verkaufen. Wie die Bild am Dienstag berichtet, hat Klaus-Michael Kühne seine Anteile bereits im Juli auf 20,57 Prozent erhöht. Mit den drei kleineren Eignern sind nun bereits 23,81 Prozent der AG verkauft. Maximal 24,9 Prozent will der Club verkaufen. Darüber hinaus wäre ein Beschluss der Mitgliederversammlung nötig. „Es besteht keinerlei Überlegung, die bestehende Ermächtigung auszuweiten“, zitiert die Bild den HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein. Der Marktwert der verbliebenen Anteile wird auf etwa drei Millionen Euro taxiert.

Reaktion auf Kühnes Forderung

Carl-Edgar Jarchow war von 2011 bis 2015 Vorsitzender des Hamburger SV.
Carl-Edgar Jarchow war von 2011 bis 2015 Vorsitzender des Hamburger SV. Foto: Axel Heimken
 

Der ehemalige HSV-Vorsitzende Carl-Edgar Jarchow sieht in den Rückzugs-Drohungen von Investor Klaus-Michael Kühne keine unmittelbare Gefahr für den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. „Herr Kühne kann nicht einfach von heute auf morgen sagen: Ich bin raus. Für seine 20 Prozent Aktienanteile muss er erst mal einen Käufer finden. Und die Darlehensverträge können auch nicht einfach gekündigt werden“, sagte Jarchow am Donnerstag Sport1. Der 62 Jahre alte FDP-Politiker meinte: „Der HSV ist bei der Lizenzvergabe nicht zwingend auf das Geld von Herrn Kühne angewiesen.“

(mit Material der dpa)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen