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Vor dem 6. Bundesliga-Spieltag : Aufwärtstrend: HSV will in Ingolstadt drei Punkte

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Um 20 Uhr ist Anstoß im Audi-Sportpark in Ingolstadt. Der Hamburger SV möchte weiter punkten.

Der Hamburger SV hat vor dem Auswärtsspiel beim Überraschungs-Aufsteiger FC Ingolstadt erneut die Abgeschiedenheit gesucht. Gestern absolvierte der hanseatische Fußball-Bundesligist sein Abschlusstraining im beschaulichen 1300-Einwohner-Kurort Bad Gögging, rund 35 Kilometer vom Audi-Sportpark des FCI entfernt. Dort will der Tabellenzehnte heute (20 Uhr) seinen jüngsten Aufschwung bestätigen. Die Suche nach Einsamkeit hatte sich vor dem vorangegangenen Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach bewährt. Damals wurde gleich hinter der Grenze im niederländischen Tegelen trainiert und tags darauf mit 3:0 gewonnen.

„Das wird eine ganz heiße Nummer“, betont Trainer Bruno Labbadia. Der HSV-Coach nimmt den Aufsteiger, der schon zehn Punkte (bei nur drei erzielten Toren) gesammelt hat, ernst. „Ingolstadt ist eine sehr gute Truppe. Man kann nicht mehr von Euphorie sprechen, weil das Team schon seit langer Zeit auf diesem Niveau spielt“, meint Labbadia. Ihre größten Stärken haben die Bayern als Tabellensechster bislang auswärts demonstriert und drei Mal gewonnen. Daheim fehlt noch ein Sieg. Bisher waren allerdings Topteams der Bundesliga zu Gast: Spitzenreiter Borussia Dortmund (0:4) und der Dritte VfL Wolfsburg (0:0). Die Norddeutschen zählen nicht zu diesem erlauchten Kreis. Dennoch warnt Trainer Ralph Hasenhüttl und spricht im Fachmagazin „kicker“ von einer „Monsteraufgabe“.

Nach der sehenswerten Nullnummer gegen Eintracht Frankfurt peilt der HSV in Oberbayern einen Sieg an. „Wir wollen wieder ein gutes Spiel anbieten und dann drei Punkte einfahren“, versichert Ivo Ilicevic. Der Linksaußen ist angeschlagen, wird aber spielen können. Dagegen fehlt Mittelfeldspieler Albin Ekdal erneut. Der Schwede soll seine Blessuren bis zum Heimspiel gegen Schalke 04 am Sonnabend kurieren.

Auch vom bemerkenswerten Saisonstart der Ingolstädter wollen sich die Hanseaten nicht beeindrucken lassen. „Wir sind viel besser als in der vergangenen Saison. Wir haben die Qualität, in dieser Liga etwas zu erreichen“, sagt Kapitän Johan Djourou. Dem stimmt sogar der Vereinschef zu. „Es war in den letzten Monaten schon zu sehen, dass hart gearbeitet wird. Langsam fängt es an, dass sich das bemerkbar macht“, betont Dietmar Beiersdorfer.

Ein Luxusproblem hat der HSV derzeit im Tor. Sowohl Jaroslav Drobny als auch René Adler stehen bereit. Nach Drobnys starken Auftritten in Gladbach und gegen Frankfurt (0:0) hat Labbadia eigentlich keine Veranlassung, erneut rotieren zu lassen. Der Coach aber lässt seine Entscheidung offen: „Es ist gut, dass wir so gute Torhüter haben. Kopf und Bauch entscheiden, was zur Zeit das Beste für das Team ist.“

Vorraussichtliche HSV-Aufstellung: Drobny - Diekmeier, Djourou, Spahic, Ostrzolek - Kacar, Holtby - Müller, Hunt, Ilicevic - Lasogga

 

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erstellt am 22.Sep.2015 | 06:30 Uhr

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