2. Bundesliga : 2:1-Sieg in Darmstadt – der HSV trifft wieder

Ein ganz wichtiger Treffer: Lewis Holtby erzielte kurz vor der Pause das 2:0 für den HSV.

Ein ganz wichtiger Treffer: Lewis Holtby erzielte kurz vor der Pause das 2:0 für den HSV.

Die Hamburger machen sich das Leben beim 2:1 in Darmstadt am Ende unnötig schwer. Hunt und Holtby treffen.

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05. Oktober 2018, 20:51 Uhr

Darmstadt | Der Hamburger SV hat einen Schritt aus der ersten Krise in der 2. Fußball-Bundesliga gemacht und Trainer Christian Titz wieder etwas Luft verschafft. Nach drei Spielen ohne Sieg und Tor gewann der HSV am Freitagabend 2:1 (2:0) bei Darmstadt 98, damit gelang der Sprung auf Tabellenplatz zwei. Für die Lilien war es bereits die vierte Niederlage in Folge. In Kapitän Aaron Hunt (13.), der seinen ersten Zweitliga-Treffer erzielte, und Lewis Holtby (45.) sorgten am Böllenfalltor zwei Routiniers für den fünften Saisonsieg des HSV.

Fünf Tage nach der ernüchternden Nullnummer im Stadtderby gegen den FC St. Pauli drängte der HSV den Gegner von Beginn an in die Defensive und hatte viel Ballbesitz, die erste echte Torchance brachte die Führung. Hunt bekam zu viel Platz und traf mit einem platzierten Flachschuss, der 32-Jährige beendete eine 290-minütige HSV-Durststrecke ohne Tor.

Darmstadt wurde nach dem Rückstand stärker und brachte die Gäste, die sich in dieser Phase wieder einmal viele Fehler leisteten, in Bedrängnis. Doch die nächste Chance der Hamburger resultierte wieder in einem Tor. Holtby ließ Lilien-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes keine Chance. Der Hamburger Routinier setzte danach sein ganz persönliches Zeichen. Er rannte auf direktem Weg zu seinem zuletzt in die Kritik geratenen Trainer Christian Titz und bejubelte mit ihm den wichtigen Treffer.

Nach seinem Treffer zum 2:0 rannte Lewis Holtby schnurstracks zu seinem zuletzt in die Kritik geratenen Trainer Christian Titz zum demonstrativen Jubel.
dpa

Nach seinem Treffer zum 2:0 rannte Lewis Holtby schnurstracks zu seinem zuletzt in die Kritik geratenen Trainer Christian Titz zum demonstrativen Jubel.

Vor 17400 Zuschauern blieben die Hamburger zunächst auch nach dem Wechsel die tonangebende Mannschaft. Gotuku Sakai hätte in der 67. Minute schon frühzeitig den Deckel auf den Sieg machen können, doch statt freistehend direkt abzuziehen, passte er auf Hunt, der noch vom Darmstädter Kapitän Sulu gestört wurde.

Aber auch die Gastgeber hatten jetzt ihre Chancen: Tobias Kempe (63.) und Sulu (71.) verpassten den Anschluss nur knapp. Der gelang dafür Serdar Dursun (89.) kurz vor dem Ende. In der fünfminütigen Nachspielzeit mussten die Hanseaten dann noch einige heikle Situationen überstehen, ehe der Unparteiische mit dem Schlusspfiff endlich für Jubel beim HSV und seinen 2200 mitgereisten Fans sorgte.

Trotz der holprigen Schlussphase zeigte sich HSV-Torschütze Aaron Hunt am Ende zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir wussten, dass wir wieder treffen werden und haben uns auch von der Kritik nicht nervös machen lassen“, sagte der Hamburger Kapitän. Er sprach von einem Sieg, der „richtig gut tut und vor allem wichtig für die Köpfe ist.“

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