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Neues vom HSV : 13,4 Millionen Euro Defizit, die Trainerfrage, Arp will ins A-Team

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Das Geschäftsjahr 2016/17 endet mit hohen Verlusten. Hunke will Thomas Doll zurückholen, falls Gisdol scheitert.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 07:15 Uhr

Hamburg | Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat das Geschäftsjahr 2016/17 mit dem zweithöchsten Fehlbetrag seiner Geschichte abgeschlossen. Das Minus beträgt 13,4 Millionen Euro, teilte der HSV am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Rekordwert waren die 16,8 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014/15.

Die Umsatzerlöse gibt der Verein mit 122,1 Millionen Euro an (Vorjahr 123 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beträgt laut Mitteilung 17,8 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 plant die HSV Fußball AG mit Umsatzerlösen von 129 Millionen Euro und einem ausgeglichenen Ergebnis nach Steuern.

Die Verbindlichkeiten des Vereins sind auf 105,1 Millionen Euro und damit um 30,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Darin enthalten ist das Darlehen von Investor Klaus-Michael Kühne in Höhe von 38 Millionen Euro für Spielertransfers. Dies muss aber nur zurückgezahlt werden, wenn sich der HSV dreimal innerhalb von sechs Jahren für das internationale Geschäft qualifiziert. „Wir haben im Sommer 2016 einen umfangreichen Kaderumbruch mit deutlichen Investitionen betrieben, die zum einen zu höheren Abschreibungen, zum anderen zu erhöhten Personalaufwendungen führten“, sagte HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein.

 

Wegen der sportlichen Krise wurde entgegen der Planung im Winter 2016/17 erneut in den Kader investiert. Zudem kamen Abfindungszahlungen für den entlassenen Trainer Bruno Labbadia, Ex-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer und dessen Stellvertreter Joachim Hilke hinzu. „Trotz der erhöhten Kaderkosten und Mannschaftsinvestitionen wurden die gesetzten Ziele nicht erreicht, so dass nachgebessert werden musste“, sagte Wettstein.

Hunke warnt HSV: „Es wird die schwerste Saison überhaupt“

Der ehemalige Vereinspräsident Jürgen Hunke warnt den Fußball-Bundesligisten vor großen Komplikationen. „Es wird die schwerste Saison überhaupt“, sagte der 74 Jahre alte Unternehmer der „Sport Bild“ am Mittwoch. Die Hamburger haben nach zwei Auftaktsiegen in den darauffolgenden sieben Spielen nicht gewonnen und stehen auf dem Relegationsplatz.

Der Ex-Präsident, der den Verein von 1990 bis 1993 führte, will erneut in den Aufsichtsrat des HSV. Er plant eine Sanierung des Vereins. „Es geht nur, wenn Herr Kühne sagt: 'Kommt, wir setzen uns an einen Tisch und retten, was zu retten ist'.“

Hunke sieht zudem Ex-HSV-Profi und -Coach Thomas Doll als passenden Nachfolger für Gisdol, falls der HSV-Trainer die Wende nicht schafft. Das berichtete die Hamburger Morgenpost am Mittwoch. „Doll versteht etwas von Motivation. Das fehlt dem Verein. Er war ein toller Spieler, ist ein guter Typ und hat viel dazugelernt.“

Fiete Arp will in die erste Mannschaft

Die HSV-Youngster Fiete Arp und Josha Vagnoman sind wieder zurück von der U17-WM in Indien. Sie sind im Achtelfinale gegen Brasilien aus dem Turnier ausgeschieden. „Das Aus tut brutal weh, wir haben fest an den Titel geglaubt“, sagte Arp. Jetzt hat der Stürmer ein neues Ziel vor Augen: Zurück in den Profi-Kader. Vor dreieinhalb Wochen stand er das erste Mal für die Profis auf dem Platz. Den Rest der Woche wird er mit dem A-Team trainieren.

(mit dpa)

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