Schlechtestes Auswärtsteam der Bundesliga : 0:2 gegen Hoffenheim: HSV-Hoffnungen auf Ligaverbleib sinken

Der HSV hat gegen Hoffenheim mal wieder das Nachsehen.
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Der HSV hat gegen Hoffenheim mal wieder das Nachsehen.

Der HSV kriegt in der Ferne kein Bein an die Erde. Die Niederlage hätte auch noch höher ausfallen können.

shz.de von
14. April 2018, 17:50 Uhr

Sinsheim | Für den Hamburger SV kommt nach dem 0:2 (0:2) bei 1899 Hoffenheim der erste Abstieg aus der Fußball-Bundesliga immer näher. Eine Woche nach dem Sieg gegen Schalke 04 (3:2) ist die Hoffnung des Tabellenvorletzten auf ein Fußball-Wunder wieder gesunken. Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena festigten dagegen die Kraichgauer durch die Tore von Serge Gnabry (18. Minute) und Adam Szalai (24.) ihren Europacup-Platz. Es war bereits die siebte Partie ohne Niederlage und zugleich der dritte Heimsieg ohne Gegentor.

Die Gastgeber waren von Anfang an die dominierende und stark kombinierende Kraft und ließen den Hanseaten kaum Raum zur Entfaltung. 1899-Cheftrainer Julian Nagelsmann schickte mit Andrej Karmaric, Szalai und Gnabry gleich drei Stürmer auf den Platz.

Für die erste Chance sorgte jedoch Innenverteidiger Benjamin Hübner (9.), der aus 20 Metern ins untere rechte Toreck des HSV traf. Doch Referee Harm Osmers erkannte den Treffer nach Videobeweis wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht an.

Sieben Minuten später gingen die Hoffenheimer regulär durch Gnabry in Führung, der sich gegen Rick van Drongelen durchsetzte und aus kurzer Distanz einschoss. Für den Ende der Saison zum FC Bayern zurückkehrenden Angreifer war es der sechste Treffer im sechsten Spiel hintereinander.

Sekunden später hatte Gnabry eine weitere Großchance, als er HSV-Keeper Julian Pollersbeck schon ausgespielt hatte, aber sein Schuss in letzter Sekunde von Gideon Jung noch abgeblockt wurde.

Keine gute Figur machte die hanseatische Abwehr, als sich Nico Schulz an der Grundlinie durchsetzte und punktgenau zu Szalai passte, der nur den Fuß hinhalten musste, um den Ball zum 2:0 ins Tor zu lenken.

Nur eine HSV-Chance in der ersten Hälfte

Dass der Rückstand vor der Pause nicht höher ausfiel, verdankten die Gäste ihrem Schlussmann Pollersbeck: Er lenkte mit einer starken Abwehrreaktion den Kopfball von Szalai (39.) noch an den rechten Pfosten. Die einzige Chance für den HSV in der ersten Halbzeit vereitelte sein Torwart-Kollege Oliver Baumann, der einen wuchtigen 20-Meter-Knaller von Gotoku Sakai bravourös parierte.

Kurz nach dem Wechsel hatten die Hamburger erneut Glück, als Pavel Kaderabek (47.) aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf. Danach ließen die sich mühenden, aber gegen die spielerische Überlegenheit der 1899-Mannschaft machtlosen HSV-Profis – auch mit etwas Glück – keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. Die Hanseaten bleiben mit nur sechs Punkten und neun Toren aus bislang 15 Auswärtsspielen das schlechteste Auswärtsteam der Bundesliga.

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