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1. Fussball-Bundesliga : HSV will gegen Darmstadt 98 den Klassenerhalt klarmachen

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Nach dem 3:0 in Hannover peilt der HSV gegen Darmstadt den nächsten „Dreier“ an. Damit wären die Hanseaten so gut wie gerettet. Trainer Labbadia warnt aber vor den starken Gästen.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2016 | 15:12 Uhr

Hamburg | Nach zwei Jahren mit nervenaufreibenden Relegations-Zitterpartien schlägt für den Hamburger SV die Gunst der Stunde. Mit einem Heimsieg gegen Darmstadt 98 kann der hanseatische Traditionsclub schon am 29. Spieltag den entscheidenden Schritt zum Klassenverbleib machen. Allerdings warnt Trainer Bruno Labbadia, der den HSV im Vorjahr erst in buchstäblich letzter Minute vor der Zweitklassigkeit bewahrte, inständig vor dem wackeren Aufsteiger aus seiner Geburtsstadt.

„Natürlich würde es uns allen ein gutes Gefühl geben, wenn wir uns mit einem weiteren Sieg in Sicherheit bringen könnten. Aber da stehen 90 Minuten harte Arbeit davor“, mahnte der Coach, das Team ohne Stars aus Darmstadt zu unterschätzen. Labbadia erwartet, dass seine Schützlinge nach dem 3:0 bei Hannover 96 vor Wochenfrist am Samstag (15.30 Uhr) vor ausverkauftem Haus nachlegen.

„Hannover war ein wichtiger kleiner Schritt, Darmstadt soll der nächste sein“, fügte der einstige Torjäger hinzu. Gegen „98“ fordert er, dass seine Mannschaft - wie in Hannover erst in der zweiten Halbzeit geschehen - von Beginn an „dran bleibt“ und den Gegner stellt: „Gefragt gegen Darmstadt 98 ist, dass man unheimlich investiert“, meinte der HSV-Coach, der auf den Einsatz der zuletzt angeschlagenen Mittelfeldakteure Aaron Hunt und Albin Ekdal hofft. „Beide können uns erhebliche Impulse geben.“

In der Pressekonferenz macht Trainer Bruno Labbadia deutlich, worauf es am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den SV...

Posted by HSV on  Donnerstag, 7. April 2016

Kapitän Johan Djourou wird nach einem auskurierten Infekt wohl nur auf der Bank sitzen. Denn neben Emir Spahic dürfte der in Hannover erfolgreiche Brasilianer Cléber den Vorzug erhalten. Ob Matthias Ostrzolek nach abgesessener Gelbsperre seinen Stammplatz auf der linken Abwehrseite zurückerhält oder das überzeugende Duo Dennis Diekmeier/Gotoku Sakai wie zuletzt die Außenbahnen beackert, ließ Labbadia offen: „Wir müssen abwägen, was am besten passt.“ Die Darmstädter, bei denen er seine Karriere als Profi (1984) und als Coach (2003) begann, sind die viertbeste Auswärtsmannschaft der Liga. Kurioserweise singt er sogar noch bei der Hymne der Darmstädter mit.

Labbadia führt dies vor allem auf deren Geschlossenheit als Team zurück. „Sie haben für sich einen Stil gefunden, den sie gnadenlos durchziehen. So sind sie seit drei Jahren eingespielt, das ist ein Faustpfand“, betonte der Ex-Profi. „Was sie machen, machen sie gut.“

„Wir wollen in Hamburg punkten“, sagte dementsprechend Trainer Dirk Schuster über seine „Lilien“, die allerdings seit acht Spielen ohne Sieg sind. Respekt haben die Hanseaten dennoch. Vor allem vor der Kopfballstärke der Hessen, bei denen der schon zwölfmal erfolgreiche Goalgetter Sandro Wagner eine besonders starke Saison spielt. „Er hatte schon immer die Veranlagung, aber wenn einer dann so einen Lauf hat, ist das Gold wert“, lobte Labbadia Darmstadts Top-Stürmer.

Beim HSV setzt der ehemalige Torjäger Labbadia im Angriff erneut auf Sven Schipplock, der bei „96“ zwar nicht traf, aber zwei Tore vorbereitete. Hoffnungen auf ein rasches Comeback machte er aber auch dem zuletzt zum Bankdrücker degradierten Pierre-Michel Lasogga: „Pierre trainiert gut. Mein Glaube an ihn besteht weiter.“ Gefragt ist der HSV-Übungsleiter diesmal auch als Ticket-Organisator.

Für 51 Freunde und Bekannte hat er Eintrittskarten für das ausverkaufte Volksparkstadion besorgt. Ob es denn hinterher im Freundeskreis noch eine private Feier geben wird? Das hänge vom Ausgang des Heimspiels ab, meinte Labbadia augenzwinkernd. „Ich bin kein Mensch, der nach Niederlagen ein guter Freund ist.“

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