Risikospiel am Freitag : HSV - Werder: Biederer Abstiegskampf ohne Bier

<p>Die Ränge werden voll sein, die Fans eher nicht.</p>

Die Ränge werden voll sein, die Fans eher nicht.

Wie in der Champions League: Beim ausverkauften Nordderby darf kein Gerstensaft ausgeschenkt werden. Aus Sicherheitsgründen werden die Fan-Sektoren getrennt.

shz.de von
19. April 2016, 17:01 Uhr

Hamburg | Der HSV blickt sorgenvoll auf das Derby gegen den Erzrivalen Werder Bremen am Freitag (20.30 Uhr). Es wird heiß hergehen auf dem Rasen und wohl auch auf den Rängen. Bei der als Risikospiel eingestuften Flutlicht-Partie werde kein Alkohol ausgeschenkt, bestätigte jetzt ein HSV-Sprecher. Zudem werden etwa 600 Ordner im Einsatz sein, das sind rund 200 mehr als bei normalen Spielen.

Fußballerisch bilden die Erstligisten aus Deutschlands Norden in dieser Saison den magnetischen Süden der Tabelle. Um so brisanter wird das Duell HSV gegen Werder Bremen: Ein Sieg muss her im Kampf gegen die winkende Relegation – Ausschreitungen haben da gerade noch gefehlt.

6500 Bremer Anhänger wollen nach Hamburg fahren. Im Stadion sollen sich die Fans beider Clubs in unterschiedlichen Sektoren getrennt voneinander aufhalten. Die Bundespolizei hatte zuvor bereits ein Alkoholverbot in Zügen von Bremen Richtung Volksparkstadion verfügt. Außerdem dürfen keine Glasflaschen, Dosen oder pyrotechnische Gegenstände mitgenommen werden.

Ganze drei Punkte Vorsprung haben die Zwölftplatzierten Hamburger vor dem SV Werder auf Rang 16. Bei einer Niederlage gegen den direkten Konkurrenten wäre der HSV erstmals in dieser Saison auf Tuchfühlung mit den Abstiegsrängen. Bei einem Rückstand, einer kritischen Schiedsrichterentscheidung oder einer Provokation könnte die Stimmung im Volksparkstadion schnell ins Negative umschwenken.

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