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Kritik von Jaroslav Drobny : HSV-Trainer Bruno Labbadia: „Ich habe nachgeschaut, meine Eier sind noch da“

vom

Torwart Drobny muss den Verein verlassen, ist enttäuscht, kritisiert den Trainer und will am Samstag nicht spielen. Trainer Labbadia nimmt es mit Humor.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2016 | 16:47 Uhr

Hamburg | Ohne den etatmäßigen René-Adler-Stellvertreter Jaroslav Drobny im Tor wird der Hamburger SV am Samstag sein letztes Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga beim FC Augsburg bestreiten. „Er hat mir gesagt, dass er glaubt, nicht genug Spannung zu haben, um der Mannschaft zu helfen“, sagte Coach Bruno Labbadia am Donnerstag zum Verzicht des Keepers, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Mit Drobnys Kritik, die HSV-Verantwortlichen hätten ihn nicht frühzeitig über diese Entscheidung informiert und deshalb „keine Eier“, habe das „nichts zu tun“, fügte Labbadia hinzu. In Augsburg wird Ersatzmann Tom Mickel im Tor stehen. Adler ist weiterhin verletzt.

Die Worte eines Enttäuschten: Jaroslav Drobnys Vertrag beim HSV wird nicht verlängert. Der Torwart kritisierte Verein und Trainer.

Der HSV-Trainer bemühte sich im Fall Drobny sogar um Humor. „Ich habe heute Morgen im Bad nachgeschaut, meine Eier sind noch da“, meinte der Ex-Profi grinsend. Dann wurde er allerdings ernst. Drobny habe einen Kodex verletzt. „Keiner stellt sich über den Verein und keiner stellt sich über die Mannschaft“, stellte Labbadia klar. „Wir werden nie jemanden zwingen, für den HSV zu spielen.“ Zudem sei man stets fair miteinander umgegangen, denn man habe mit den Profis vereinbart, erst nach Klassenverbleib Vertrags-Entscheidungen mitzuteilen.

Wie sehr Drobny am HSV hängt, zeigt sein Abschiedsvideo an die Fans.

„Wenn ich jetzt das Theater sehe, bin ich erst recht froh darüber“, fügte Labbadia hinzu. Denn bei einem früheren Spannungsabfall von nur fünf oder zehn Prozent wäre man Gefahr gelaufen, „da zu stehen, wo der VfB Stuttgart nun steht“, meinte der Coach weiter. Das wäre - wie beim HSV vor dem letzten Spieltag der vergangenen Saison - auf dem vorletzten Platz. Labbadia weiter: „Ich bin froh, dass ich beim Abstiegskampf diesmal entspannt zuschauen kann.“

Neben Drobny müssen auch Gojko Kacar und Ivo Ilicevic den Verein verlassen. Der HSV trennte sich aber nicht nur von Spielern. Auch Sportchef Peter Knäbel musste seine Position räumen. Dietmar Beiersdorfer übernimmt die Position des Sportchefs. Um in neue Spieler investieren zu können, investiert Klaus Michael Kühne weitere 50 Millionen in den Verein.

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