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Finanzielle Sorgen : HSV-Plan: Volksparkstadion später abzahlen und flüssiger werden

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28 Millionen Euro muss der Hamburger SV noch für sein Stadion abzahlen. Mit einem Trick soll mehr Zeit dafür herausgeholt werden.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2016 | 14:14 Uhr

Hamburg | Fußball-Bundesligist Hamburger SV will seine kurzfristige Liquidität erhöhen und plant Medienberichten zufolge deswegen eine Umschuldung des Kredits für das Volksparkstadion. Darüber berichten „Hamburger Abendblatt“ und „Sport Bild“ am Mittwoch. Für die vereinseigene Arena sind noch rund 28 Millionen Euro abzuzahlen. Ursprünglich sollte der Kredit bis 2019 abgelöst sein. Bei einer Umschuldung würde sich die Frist deutlich verlängern.

Finanzielle Probleme sind nichts Neues beim HSV. Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass Investor und Edelfan Klaus-Michael Kühne wieder einmal mit einer Finanzspritze aushelfen musste.

Der HSV erklärte, sich „derzeit mit Optionen zur Refinanzierung des Stadions“ zu befassen. Eine Variante ist ein sogenanntes Schuldscheindarlehen, das vor allem auf Unternehmen als Interessenten zielt. Die Mindesteinlage könnte bei 500.000 bis eine Million Euro liegen. Als Höhe der Zinsen sind fünf Prozent im Gespräch.

Die mit 89 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Hamburger würden sich auf diesem Weg kurzfristig größeren finanziellen Freiraum für Investitionen in die Mannschaft verschaffen. Das verzinste Darlehen wird zu einem späteren Zeitpunkt fällig. Bis dahin hofft der HSV auf sportliche Stabilisierung und erhöhte Einnahmen. Eine Entscheidung soll frühestens im Sommer fallen.

Sportlich will der HSV zu Beginn der Sommerpause durch den Norden tingeln. Der Hamburger SV will nach dem letzten Saisonspiel vier Testspiele bestreiten. Gegner sind die niedersächsischen Landesligisten TuS Celle FC am 16. Mai (16 Uhr) und Rotenburger SV am 18. Mai (18 Uhr) sowie der Nordost-Oberligist FC Anker Wismar am 22. Mai (16 Uhr). Das vierte Spiel wird derzeit geplant.

Der Kartenverkauf beginnt in den nächsten Tagen bei den gastgebenden Vereinen. Voraussetzung für die Tingeltour ist allerdings, dass der HSV nicht wie in den vergangenen beiden Jahren in die Relegation muss.

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