Trainer von Holstein Kiel auf Absprung nach Köln : Wechsel von Markus Anfang könnte in Kürze verkündet werden

Viel spricht dafür, dass Anfang an den Rhein zieht. Verdienen würde er dort wohl das Dreifache.

shz.de von
13. April 2018, 14:55 Uhr

Kiel | Jetzt könnte es auf einmal ganz schnell gehen: In den Wechselpoker um Markus Anfang, Trainer des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel, kommt offenbar Bewegung. Der 43-Jährige wird verschiedenen Medienberichten zufolge schon in Kürze offiziell als künftiger Chefcoach des 1. FC Köln vorgestellt. Das berichtet unter anderem die Kölner Boulevardzeitung „Express“. Bereits am Donnerstag hatte FC-Geschäftsführer Armin Veh bestätigt, dass sich der Tabellenletzte der 1. Bundesliga am Saisonende von seinem aktuellen Cheftrainer Stefan Ruthenbeck trennen werde. Der Name des Nachfolgers, erklärte Veh, werde zeitnah verkündet.

 Der rote Teppich für Anfang, den die Kölner schon in der Winterpause heftig umgarnt hatten, ist somit ausgelegt. Nur herübergehen wollte der Erfolgscoach der „Störche“ bislang nicht. Es gebe nichts Neues, erklärte der umworbene Fußballlehrer noch zwei Tage vor dem heutigen Ligaspiel der Kieler bei Dynamo Dresden (13 Uhr).

Mit hoher Wahrscheinlichkeit, so spekulieren Express und Kölner Stadtanzeiger, werden alle Beteiligten das Versteckspiel der vergangenen Tage in der kommenden Woche beenden und für Klarheit sorgen.

Versüßt wird Holstein der Verlust des Trainers laut „Express“ mit einer Ablösesumme in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Anfang hat in Kiel noch einen Vertrag bis 2019, der allerdings nur für die 2. Bundesliga gilt. Im Aufstiegsfall könnte er eigentlich sogar ablösefrei wechseln. Köln würde jedoch, berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“, die Summe unabhängig vom Ausgang der Saison nach Kiel überweisen.

Holstein bleibt derweil seiner Linie treu: Zu den aktuellen Spekulationen um Anfang gab es auch am Freitag keinen Kommentar. Die Konzentration gelte allein der Partie in Dresden, erklärte Wolf Paarmann, Sprecher des Tabellendritten der 2. Liga.

Für den gebürtigen Kölner Anfang, dessen Ehefrau und zwei Töchter in der Domstadt leben, wäre die Rückkehr an den Rhein nicht nur aus privater Sicht naheliegend. Auch finanziell würde sich der Wechsel lohnen. In Kiel soll Anfang gut 300.000 Euro pro Jahr verdienen, bei den „Geißböcken“, rechnet der „Stadtanzeiger“ vor, bekäme er das Dreifache.

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