Relegationsrückspiel Kiel-Wolfsburg : Kommentar: Schade, schade, Holstein Kiel

Das ganz große Fußballwunder bleibt aus – aber Holstein Kiel hat die Herzen vieler neuer Fans gewonnen.
Das ganz große Fußballwunder bleibt aus – aber mit der Relegation hat Holstein Kiel die Herzen gewonnen.

Holstein Kiel verliert die Relegation – und steht nun vor einigen offenen Fragen. Ein Kommentar von Jürgen Muhl.

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21. Mai 2018, 22:35 Uhr

Kiel | Es hat nun doch nicht geklappt mit dem Aufstieg von Holstein Kiel ins deutsche Fußball-Oberhaus. Schleswig-Holstein hat also weiterhin – wie seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 – keinen Erstligisten im Lande. Das ist absolut keine Schande – arbeitet der VfL Wolfsburg als Volkswagen-Betriebsmannschaft mit ganz anderen Finanz-Mitteln. Der Wert des spielenden Personals liegt um das Zehnfache höher als jener Marktwert des Holstein-Teams. Aber bedauerlich ist es schon, dass Holstein es nicht geschafft hat. Gerade nach dem Abstieg des HSV hätte ein Aufstieg von Holstein der norddeutschen Fußball-Seele gut getan.

Wenn es wohl auch nur von vorübergehender Substanz gewesen wäre. Gibt es doch eine Reihe von Problemen, mit denen Holstein konfrontiert ist. Ein neuer Trainer muss her. Angeblich soll er am Dienstag oder Mittwoch in Kiel vorgestellt werden. Dazu wird aus Hamburg gemeldet, dass Sportchef Ralf Becker zum HSV wechselt. Was nicht stimmen muss. Heißt es doch von gut informierter Kieler Seite, dass Becker bei Holstein bleibe. Was wird aus Marvin Ducksch und Dominick Drexler, den beiden Profis mit Erstliga-Ambitionen? Eine ganze Reihe von Personalfragen also. Dies gilt auch noch für einige andere Holstein-Profis.

Und dann ist da noch die Stadion-Problematik. Holstein muss in eine neue Arena investieren, auch in der Zweiten Liga. Zusammen mit Stadt und Land. Alle wollen angeblich, doch feste Zusagen gibt es noch nicht. Außer die des Kieler Unternehmers Gerd Lütje, ohne dessen Engagement es von der Deutschen Fußball-Liga kein grünes Licht für eine Erstliga-Lizenz gegeben hätte.

 
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