4:0-Sieg gegen Dynamo Dresden : Holstein Kiel macht Druck auf die Spitze

Die Spieler von Holstein Kiel feiern neben einem frustrierten Dresdner das Tor zur 1:0-Führung.
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Die Spieler von Holstein Kiel feiern neben einem frustrierten Dresdner das Tor zur 1:0-Führung.

Nur noch ein Punkt trennt Holstein vorerst von Tabellenplatz zwei.

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14. April 2018, 15:07 Uhr

Dresden | Holstein Kiel ist der Fußball-Bundesliga ein weiteres Stück näher gekommen. Die Norddeutschen festigten am Samstag mit einem 4:0 (1:0) bei Dynamo Dresden den Regelationsrang drei in der 2. Bundesliga und verkürzten den Abstand auf den Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg vorerst auf einen Punkt.

Marvin Ducksch (65. Minute, 90.+4), Kingsley Schindler (28./Foulelfmeter) und Alexander Mühling (86.) erzielten vor 29.035 Zuschauern in der Dresdner DDV-Arena die Tore für das Team von Trainer Markus Anfang, das den Sachsen die Feierlichkeiten zum 65. Vereinsgeburtstag gründlich verdarb. Die Kieler waren dagegen verständlicherweise völlig aus dem Häuschen. „Das war überragend, in einem solchen Hexenkessel so zu bestehen. Wenn wir unter Druck waren, haben wir die Tore gemacht. Tolle Moral“, sagte Holsteins Kaufmännischer Geschäftsführer Wolfgang Schwenke.

Vor prächtiger Kulisse und bestem Fußball-Frühlingswetter bei Sonnenschein und 20 Grad drohte den „Störchen“, bei denen Kapitän Rafael Czichos und Regisseur Dominick Drexler nach auskurierten Verletzungen wieder in der Startelf standen, bereits nach vier Minuten ein Rückstand. Tom Weilandt foulte Dresdens Verteidiger Niklas Kreuzer im Strafraum, und Schiedsrichter Felix Zwayer entschied völlig zu Recht auf Elfmeter.

Da aber erwies sich Kiels Keeper Kenneth Kronholm als Meister und holte den von Moussa Koné geschossenen Ball aus dem linken unteren Eck. Die Verteidiger Christopher Lenz und Dominik Schmidt beförderten das Streitobjekt dann mit vereinten Kräften aus der Gefahrenzone.

Wie man vom Punkt trifft, machte dann Schindler Freund und Feind vor. Kiels Rechtsaußen verlud Dresdens Schlussmann Marvin Schwäbe und schoss ins untere Eck zu seinem zehnten Saisontreffer ein. Für den 24 Jahre alten Offensivmann war dies bereits sein viertes Elfmetertor.

Holsteins Kingsley Schindler verwandelt einen Foulelfmeter.
Foto: Matthias Hermann

Holsteins Kingsley Schindler verwandelt einen Foulelfmeter.

 

Schindlers Führung war in der ersten Halbzeit allerdings auch der einzige offensive Höhepunkt, den die rund 600 Kieler Schlachtenbummler zu bejubeln hatten. Die Defensive um das bewährte Innenverteidigergespann mit Czichos und Dominik Schmidt hatte im Verein mit dem sicheren Kronholm alle Hände voll zu tun.

Rund 600 Holstein-Fans sahen die Partie in der DDV-Arena.
Foto: Matthias Hermann

Rund 600 Holstein-Fans sahen die Partie in der DDV-Arena.

 

Das änderte sich nach dem Wiederanpfiff nicht. Aber im Gegensatz zur harmlosen Dresdner Offensive funktionierte Kiels Abteilung Attacke. Ducksch netzte aus Mittelstürmerposition eiskalt und sorgte damit nach einer guten Stunde für die Vorentscheidung. Mühling machte dann den Deckel drauf nach einem glänzenden Konter der abgezockten Gäste. Und dann traf auch noch Ducksch in der Nachspielzeit per Kopf zu seinem 16. Saisontor.

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