Relegation gegen 1860 München : Holstein Kiel freut sich auf die 75.000 in der Allianz Arena

Holstein Kiel kennt 1860 München aus dem DFB-Pokal. Hier sind Mikkel Vendelbo (li.) und Edu Bedia im Zweikampf.
Holstein Kiel kennt 1860 München aus dem DFB-Pokal. Hier sind Mikkel Vendelbo (li.) und Edu Bedia im Zweikampf.

Kiel plant den Sprung in die 2. Bundesliga. Präsident Reime: „Ich traue unserer Mannschaft zu, dass sie es schafft.“

shz.de von
25. Mai 2015, 18:38 Uhr

Kiel | Holstein Kiel träumt vom großen Fußball und erinnert an die eigenen Glanzzeiten. Der deutsche Meister von 1912 hat in der Relegation gegen 1860 München die Chance, in die 2. Bundesliga aufzusteigen und damit das vom Top-Fußball nicht verwöhnte Schleswig-Holstein aufzuwerten. „Seit Jahrzehnten wird das der Höhepunkt der Vereinsgeschichte“, schwärmte Präsident Roland Reime.

Trainer Karsten Neitzel kann seine Vorfreude kaum zügeln. „Für uns werden das zwei richtig geile Spiele und eine große Herausforderung“, meinte der Coach. Das Hinspiel findet am Freitag im Holstein-Stadion, das Rückspiel am Dienstag kommender Woche (jeweils 20.30 Uhr) in München statt.

Die Karten für das 10.000 Zuschauer fassende Holstein-Stadion waren binnen weniger Minuten verkauft. Laut Geschäftsführer Wolfgang Schwenke hätten 25.000 Tickets abgesetzt werden können. Falls die KSV aufsteigen sollte, wird das Stadion auf 15.000 Plätze ausgebaut. Im Rückspiel in München erwartet die Kieler in der 75.000 Plätze bietenden Allianz-Arena ein anderer Anblick. „Vor so einer Kulisse hat von uns bislang kaum einer jemals spielen dürfen, ich auf jeden Fall nicht“, sagte Kiels Kapitän Rafael Kazior.

„Wir kennen den Verein aus dem Pokal“, erinnerte Reime an gemeinsame Schnittpunkte mit den Münchnern. In der ersten Runde des diesjährigen Wettbewerbs scheiterten die „Störche“ im Heimspiel mit 1:2 an den „Löwen“. Der Vereinschef ist diesmal optimistischer: „Ich traue unserer Mannschaft zu, dass sie es schafft.“ In Partien mit Pokalcharakter können die „Störche“ zu großer Form auflaufen. Gern erinnern sich die Fans an die Pokalspiele 2011/12, als die KSV bis ins Viertelfinale gegen Borussia Dortmund vorpreschte. Unterwegs warf der damlige Viertligist die Zweitligisten FC Energie Cottbus und MSV Duisburg sowie den Bundesligisten Mainz 05 raus.

Im letzten Saisonspiel der 3. Liga leisteten sich die Kieler am vergangenen Samstag zwar eine 0:2-Heimpleite gegen die Stuttgarter Kickers. Das Team von Trainer Neitzel hatte sich aber bereits eine Woche zuvor für die Relegation qualifiziert. Dennoch sollte die Generalprobe für die Aufstiegsspiele nicht danebengehen. Präsident Reime machte einen positiven Aspekt aus: „Das kann nur gut sein für die verbleibenden Spiele.“ Torwart Kenneth Kronholm hat die Niederlage abgehakt. „Wir werden nach vorne schauen, in dieser Woche hart trainieren“, kündigte er an. Sein Trainer wil schon einen Plan aushecken, wie seine Spieler „auf den Zug zur 2. Liga aufspringen können“.

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