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Zweite Bundesliga : Holstein Kiel bekommt 10,4 Millionen Euro für Stadion-Umbau

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Mit dem Geld soll eine neue Gästetribüne gebaut werden. 5000 zusätzliche Sitzplätze sind geplant.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2017 | 16:28 Uhr

Kiel | Der Zweitliga-Aufsteiger KSV Holstein Kiel kann rund zehn Millionen Euro für den notwendigen Umbau seines Fußball-Stadions einplanen. „Wir haben eine umfassende Lösung gefunden“, teilte der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am Freitag bei einer Pressekonferenz im Holstein-Stadion mit.

Der Verein ist aufgestiegen, das Stadion muss vergrößert werden. Kann man sich nicht einigen, müsste Holstein Kiel in der 2. Liga zunächst ans Hamburger Millerntor des FC St. Pauli oder auf die Lohmühle ausweichen, wo sonst Regionalligist VfB Lübeck spielt.

Insgesamt 10,4 Millionen Euro kann der Verein einplanen, um die für die bereits erteilte Zweitliga-Lizenz notwendigen Umbauten zu realisieren. Dafür muss der Verein unter anderem die Gesamtkapazität an Zuschauerplätzen von aktuell 10.000 auf 15.000 erhöhen. Auch der Neubau einer Gästetribüne sei mit dem Betrag abgedeckt. Diese soll aber frühestens in der übernächsten Spielzeit fertig werden.

Das Land Schleswig-Holstein hat zugesagt, mit sieben Millionen Euro rund zwei Drittel der Kosten aufzubringen. Die Restkosten wollen die Stadt Kiel und der Verein mit je 1,73 Millionen Euro finanzieren. „Hier ist ein echter Leuchtturm im Profifußball“, betonte Kämpfer. Da Kiel den einzigen Zweitligaclub Schleswig-Holsteins stelle, wolle man nun dafür Sorge tragen, dass dies auch möglichst lange so bleibe. „Diese Herausforderung werden wir stemmen, ohne Ausgaben in anderen Bereichen des Sports zu verhindern“, ergänzte Sportdezernent Stöcker.

Kämpfer kündigte Investitionen auch in andere Sport-Vereine und in die Sport-Infrastruktur der Stadt an. Leistungs- und Breitensport dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, sagte er und stellte weitere Nutzungsmöglichkeiten des Stadions in Aussicht.

Ein Anspruch auf Förderung eines weitergehenden Um- oder gar Neubaus der Arena besteht für den Verein nicht. Holsteins Aufsichtsratschef Stefan Tholund und Geschäftsführer Wolfgang Schwenke bedankten sich im Namen des Vereins für die Unterstützung. Holstein hatte nach 36 Jahren Abstinenz Mitte Mai die Rückkehr in Liga 2 perfekt gemacht.

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