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Ticketverkauf Zweite Bundesliga : Dauerkarten-Boom bei Holstein Kiel: Stadion nur noch per Abonnement?

vom
Aus der Onlineredaktion

Das „mal eben hin“ ist wohl Geschichte: Ohne Dauerkarte dürfte es schwer werden, in Genuss von Zweitligafußball zu kommen.

Kiel | Bei Holstein Kiels Ticketing-Leiterin Angelique Dalgic kommt der Drucker seit Montag kaum mehr hinterher. Zwei dicke Aktenordner mit Neuanträgen auf Dauerkarten hat sie bis Mittwochvormittag bereits ausgedruckt und mit Eingangsstempeln versehen – und auch das Faxgerät spuckt Seite um Seite aus. Den Internet-Provider musste Dalgic schon zwei Mal um Freigabe des Email-Kontos bitten, denn es war überfüllt. Schon nach zwei Tagen des Vorverkaufs könne sie sicher sagen, dass es in der kommenden Saison mehr Neu- als Bestandskunden mit Jahresticket geben wird.

Auf der Internet-Seite von Holstein Kiel fliegt einem noch das Aufstiegs-Feuerwerk entgegen. Doch schon in gut sechs Wochen – am 28. Juli 2017 – wird die neue Zweitligasaison angepfiffen. Für die Störche ist es die erste nach 36 Jahren.

Dabei ist noch nicht mal sicher, wie viele Zuschauer das Holstein-Stadion bei den Umbauplänen letztendlich über die Saison gesehen aufnehmen kann. Sicher ist allerdings, dass es bei den Dauerkarten keine begrenzten Kontingente geben wird. Es könnte also gut darauf hinauslaufen, dass das Holstein-Team in der kommenden Saison ausschließlich von Dauerkartenbesitzern und ihren Vertretern angefeuert wird. Die Kassenhäuser vor dem Stadion blieben dann leer.

Wer dem Abenteuer der Kieler im Bundesliga-Unterhaus bei jedem Heimspiel beiwohnen will, der sollte langsam in die Gänge kommen. Diejenigen, die bisher kein Ticket-Abonement hatten, können sich seit Montag und noch bis zum 30. Juni über ein Reservierungsformular für Dauerkarten bewerben. Der Vertrieb erfolgt auf traditionellem Wege. Das Formular mit den persönlichen Ticketwünschen muss ausgedruckt, ausgefüllt und an die KSV Holstein per Email, per Fax oder Brief zurückgeschickt werden – und das möglichst schnell. Denn wesentliches Kriterium bei der Verteilung der Tickets im Scheckkartenformat ist neben der begrenzten Verfügbarkeit der Zeitpunkt der Bewerbung. Da gebe es keinen Verhandlungsspielraum, sagt Dalgic. Die Reservierungen werden nach Eingangsdatum sortiert, der Vertrag letztlich mit der Überweisung des fälligen Betrages geschlossen.

Der Verein weist darauf hin, dass bei Neukunden die Mitglieder des Vereins bevorzugt behandelt werden. Aber auch hier gilt: Nur eine Karte pro Kopf. Bisherige Dauerkarten-Kunden wurden bereits in der letzten Woche angeschrieben, sie haben ein Vorkaufsrecht auf ihren bisherigen Platz. Sollten sie ihre Reservierung nicht bis 30. Juni verlängern, werden sich die Neu-Aspiranten freuen, denn dann wandert die automatische Reservierung in den freien Verkauf. Bis es zur Versendung der personalisierten, aber übertragbaren Tickets kommt, wird es noch einige Wochen dauern.

Das sind die Preise für die Dauerkarten 2017/18

  Sitzplatz (überdacht) Sitzplatz (nicht überdacht) Stehplatz (überdacht) Stehplatz (nicht überdacht)
Dauerkarte 465 € 360 € 210 € 195 €
ermäßigt 420 € 315 € 180 € 165 €
Kinder U14 270 € 240 € 120 € 105 €

 

Weiterhin sollten die Dauerkarten eine kostenlose An- und Abreise am Spieltag mit NAH SH ermöglichen. Details dazu werden am Freitag mit dem Anbieter geklärt.

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erstellt am 14.Jun.2017 | 14:05 Uhr

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