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Vor dem Spiel gegen Greuther Fürth : Holstein Kiels Trainer Anfang nach Pokalsieg: „Wir kommen langsam an“

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Aus der Onlineredaktion

Der 2:1-Sieg über Eintracht Braunschweig im Pokal ist für Holstein Kiel ein Mutmacher für die Meisterschaft. Nach zwei Liga-Spielen ohne Sieg soll es am nächsten Sonntag soweit sein.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2017 | 12:20 Uhr

Kiel | Trainer Markus Anfang ist immer im Meisterschaftsmodus, auch im Pokal. „Wir kommen langsam an. Wir kämpfen uns rein“, sagt der Coach des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel nach dem 2:1 in der ersten DFB-Pokalrunde über Eintracht Braunschweig. Nach dem 2:2 gegen Sandhausen und dem spektakulären 3:4 bei Union Berlin wartet der Aufsteiger auf seinen ersten Erfolg in der Meisterschaft. Deshalb wertet der Coach den Pokalerfolg als Aufbruchsignal und meint: „Irgendwann wird man auch belohnt.“ Mannschaftskapitän Rafael Czichos verspricht: „Wenn wir diese Leistung am nächsten Sonntag gegen Greuther Fürth zeigen, sollte es mit den drei Punkten klappen.“

Weil die Kieler in Braunschweig einen arrivierten Liga-Rivalen bezwungen haben, ist Anfang mit der Standortbestimmung des eigenen Teams zufrieden. Die Eintracht als Beinahe-Bundesliga-Aufsteiger der Vorsaison ist als erneuter Erstliga-Anwärter ein echter Gradmesser. Deshalb war dem Trainer der Vergleich jenseits der Pokal-Bedeutung wichtig. Die 477.500 Euro, die seine Mannen durch das Erreichen der zweiten Pokalrunde eingespielt haben, sind dabei ein willkommenes Zubrot.

Was in den ersten Liga-Spielen noch nicht lief, scheint die Mannschaft allmählich zu verinnerlichen. „Wir lernen gerade viel“, sagt Anfang. Das bestätigt ihm Mittelfeldspieler Dominick Drexler: „Es ist gut, dass wir gegen Braunschweig wieder einige Erfahrungen sammeln konnten. In der zweiten Liga geht es eben anders zu als in der dritten. Wir müssen uns taktisch klug verhalten, konzentriert sein.“ Ein Lehrbeispiel wurde ihnen beim Führungstor der Braunschweiger gegeben. Die Kieler hatten gerade einen Foulelfmeter gefordert, da zappelte der Ball nur Sekunden später nach einem Konter im eigenen Tor.

Die Umstellungen in der Defensive hatten sich zudem positiv ausgewirkt. Nach den sechs Gegentoren in nur zwei Spielen sorgten Rechtsverteidiger Sebastian Heidinger und David Kinsombi auf der Abräumer-Position vor der Abwehr für größere Stabilität. „Ich habe keine Vorliebe für eine Position. Ich kann Außenverteidiger oder Innenverteidiger oder Sechser spielen. Ich bin flexibel ausgebildet“, betont der vom Karlsruher SC verpflichtete Kinsombi.

Anfang wollte den Umbau aber nicht als Degradierung einiger Profis verstanden wissen. „Die Umstellungen haben nichts damit zu tun, dass die anderen vorher schlecht waren. Der eine oder andere sollte auch mal seine Chance bekommen“, sagt der 43-Jährige.

Auch der Konkurrent zollt dem Aufsteiger für seine erfrischende und freche Spielweise Respekt. „Die Kieler haben eine sehr gute Spielanlage“, meint Braunschweigs Mittelfeldspieler Mirko Boland.

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