DFB-Pokal : Holstein Kiel als Außenseiter zu 1899 Hoffenheim

Für Trainer Marcel Rapp und Holstein Kiel steht das Pokalspiel bei Rapps Ex-Club 1899 Hoffenheim an, am Sonnabend steigt dann in der Liga das Nordderby beim Hamburger SV.
Für Trainer Marcel Rapp und Holstein Kiel steht das Pokalspiel bei Rapps Ex-Club 1899 Hoffenheim an, am Sonnabend steigt dann in der Liga das Nordderby beim Hamburger SV.

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals vor einer hohen Hürde. Am Dienstagabend ist das Team von Trainer Marcel Rapp bei dessen Ex-Arbeitgeber 1899 Hoffenheim zu Gast.

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25. Oktober 2021, 16:58 Uhr

Kiel | Sentimentale Gefühle will Marcel Rapp erst gar nicht aufkommen lassen vor seiner schnellen Rückkehr nach Sinsheim. „Das ist mehr ein Thema für die Medien“, meint der 42-Jährige. Am Dienstagabend ist der neue Trainer von Fußball-Zweitligist Holstein Kiel mit seinem neuen Team bei seinem alten Arbeitgeber zu Gast. In der zweiten Runde des DFB-Pokals treffen die „Störche“ auf Bundesligist 1899 Hoffenheim (18.30 Uhr/Sky). 515000 Euro winken für den Sprung ins Achtelfinale – zugleich fungiert der Pokalauftritt als Generalprobe für das Nordderby in der 2. Bundesliga am Sonnabend beim Hamburger SV (20.30 Uhr/Sport1 und Sky).

Von Hoffenheim nach Kiel

Am 1. Oktober, vor gerade einmal dreieinhalb Wochen, vermeldete Holstein Kiel die Verpflichtung von Rapp als Nachfolger von Ole Werner. Weggelotst hatten ihn die „Störche“ aus der Hoffenheimer Nachwuchsakademie. Dort war Rapp im Winter 2013 als Co-Trainer der U17 eingestiegen, arbeitete sich Stück für Stück nach oben – und wagte nun den Absprung nach Kiel.

Besonderes Spiel

„Ja, das ist schon ein besonderes Spiel“, sagt Rapp nun – biegt aber schnell ab von der Straße, die schnurstracks auf das Thema „Rapp kehrt zurück“ zuführt. „Im Endeffekt ist es ein normales Fußballspiel, auf das wir uns bestmöglich vorbereiten.“ Und beweisen müsse er seinem Ex-Club auch nichts, denn: „Die wissen schon, was ich kann.“ Vielleicht sei es von Vorteil, dass er den gegnerischen Club so gut kenne, sagt Rapp, stellt aber klar: „Ein Andrej Kramaric spielt aber trotzdem immer noch so gut wie ein Andrej Kramaric.“

Zuversicht bei den „Störchen“

Auf den kroatischen Offensivstar der TSG werden Kiels Kapitän Hauke Wahl und Co. ein besonderes Augenmerk legen müssen. Zuversichtlich stimmt Rapp die Leistungssteigerung seines Teams gegen Darmstadt, auch wenn es auch im zweiten Spiel unter seiner Regie erneut nur ein 1:1 gab.

Holstein ist Außenseiter

Die Rollenverteilung für das Pokalspiel ist für Rapp aber eindeutig: „Wir sind Außenseiter, aber die Historie zeigt, dass trotzdem etwas für uns drin ist.“ Recht hat Rapp – unter seinem Vorgänger Werner eliminierte Holstein in der Vorsaison in der zweiten Runde den großen FC Bayern, marschierte danach bis ins Halbfinale und biss sich erst an Borussia Dortmund die Zähne aus.

Mit Mut und Spaß

„Es wird natürlich ein schweres Spiel“, sagt Holstein-Kapitän Hauke Wahl. „Hoffenheim ist eine Mannschaft, die sehr guten Fußball spielt. Für uns geht es darum, wieder Spaß in diesem Wettbewerb zu entwickeln und auch mutig zu sein – dann ist im Pokal immer alles möglich.“

Wir sind Außenseiter, aber die Historie zeigt, dass trotzdem etwas für uns drin ist. Marcel Rapp, Holstein-Trainer
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