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Fußball : «Großer Sport»: Merkel gratuliert dem FC Bayern

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Nach der süßen Revanche gegen den FC Chelsea standen Philipp Lahm und seine Bayern-Kollegen schon wieder mit einem großen Pokal im goldenen Konfettiregen.

Um kurz vor Mitternacht überreichte UEFA-Präsident Michel Platini den europäischen Fußball-Supercup nach einem packenden Endspiel gegen den FC Chelsea an den Münchner Kapitän. Auch die Bundeskanzlerin war fasziniert und übermittelte über den im Stadion anwesenden DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach eine Gratulations-SMS nach dem 5:4 im Elfmeterkrimi nach Prag. «Großer Sport, großer Kampf, herzlichen Glückwunsch Bayern München», lautete der Inhalt der Kurznachricht, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in seiner Rede beim Siegerbankett berichtete.

Die Worte der deutschen Regierungschefin konnten die 17 686 Besucher im ausverkauften Eden-Stadion sowie Millionen Zuschauer weltweit an den Bildschirmen bezeugen. Erst der von Manuel Neuer gehaltene zehnte und letzte Elfmeter von Chelseas Romelu Lukaku setzte den Schlusspunkt unter ein hin- und herwogendes Endspiel über zuvor 120 Minuten mit dem umjubelten Münchner Ausgleichstor zum 2:2 von Javi Martínez in der Nachspielzeit der Verlängerung.

«Wir haben etwas Wunderbares heute Abend erlebt», schwärmte Rummenigge. «Das war mit Abstand das beste Superpokalspiel, das ich je gesehen habe.» Alle fünf Bayern-Schützen - Alaba, Kroos, Lahm, Ribéry und Shaqiri - waren vom Elfmeterpunkt aus erfolgreich. «Diesmal hatten wir gute Nerven», erinnerte Rummenigge an das Champions-League-Finaldrama 2012 im eigenen Stadion gegen Chelsea. Als erster deutscher Club stellen die Bayern den Supercup in ihren Trophäenschrank. «Der vierte Pokal ist jetzt in München, herzlichen Glückwunsch», sagte Rummenigge.

Es war - nach dem verloren nationalen Supercup-Finale gegen Borussia Dortmund - der Titelstartschuss mit Pep(p). Und Guardiola gelang er auch noch ausgerechnet gegen seinen Erzfeind José Mourinho. «Die Mannschaft war unglaublich. Heute habe ich gemerkt, warum sie letzte Saison alles gewonnen hat», erklärte Guardiola ergriffen nach seinem ersten großen Sieg mit dem Triple-Sieger.

Der Spanier widmete den Erfolg seinem Vorgänger Jupp Heynckes, der die Bayern mit dem Champions-League-Triumph gegen Dortmund nach Prag geführt hatte: «Dieser Titel ist für ihn», sagte Guardiola. Für den Spanier war es eine wertvolle Anschubhilfe beim Umbau der Jupp-Bayern zu Pep-Bayern. «Siege helfen in dem Prozess, in dem wir uns befinden», betonte Sportvorstand Matthias Sammer. «Ich hätte es unglaublich bedauert, wenn wir verloren hätten, weil ich sehr schätze, wie intensiv der Trainer mit der Mannschaft arbeitet.»

Auch ohne den angeschlagenen Bastian Schweinsteiger ging es am Ende gut. Und es gab etliche Figuren des Spiels: Neuer, Martínez, Guardiola, nicht zu vergessen Franck Ribéry. Der Franzose traf einen Tag nach seiner Wahl zu «Europas Fußballer des Jahres» zum 1:1 (47.), wurde als Spieler des Spieler ausgezeichnet. «Ich bin so glücklich», sagte der gereifte Star.

Chelsea hatte durch Fernando Torres (8.) und Eden Hazard (93.) zweimal geführt. Die Engländer mit einem guten André Schürrle standen nach der Gelb-Roten-Karte für Ramires (85.) sogar in Unterzahl vor dem Sieg. «Meiner Meinung nach hat die bessere Mannschaft verloren», klagte Chelsea-Trainer José Mourinho. Er rügte Schiedsrichter Jonas Eriksson (Schweden) wegen des Platzverweises und stellte wieder mal Verschwörungstheorien auf. «Wenn man den Fußball liebt, killt man das Spiel nicht mit einer zweiten Gelben Karte», mäkelte Mourinho.

Guardiola genoss seinen ersten magischen Abend mit dem FC Bayern. Und er widersprach Mourinho: «Die bessere Mannschaft hat gewonnen. Wir hatten 30 Torchancen, haben immer angegriffen. Wir haben sehr gut gespielt. Wir verdienen diesen Titel», erklärte der Spanier.

Speziell für den Trainer sei der Sieg «wegen der Konkurrenz mit Mourinho» wichtig gewesen, betonte Ribéry. Er verwies auf den enormen Druck, der auf Guardiola laste nach der historischen Triple-Saison unter Vorgänger Heynckes. Aber keiner muss sich sorgen, die Bayern sind nicht satt. «Ich glaube, dass die Mannschaft wieder extrem heiß ist», bemerkte der ständige Leistungs-Prediger Sammer. Im Dezember winkt nun in Marokko der Club-WM-Titel. «Die Party geht weiter», verkündete Rummenigge unter dem Beifall der Edelfans.

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erstellt am 31.Aug.2013 | 07:23 Uhr

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