Fußballer vor Gericht : Geplanter Überfall: Nachwuchs-Trio von Hannover 96 verurteilt

<p>Die Spieler und ihre Anwälte vor dem Amtsgericht in Stadthagen (Niedersachsen).</p>

Die Spieler und ihre Anwälte vor dem Amtsgericht in Stadthagen (Niedersachsen).

Einer der Spieler hatte Geldsorgen. Mit seinen Teamkollegen plante er, eine Spielhalle zu überfallen. Nun müssen alle drei selbst zahlen.

shz.de von
26. Mai 2016, 15:04 Uhr

Stadthagen | Drei Nachwuchsspieler von Hannover 96 mussten sich vor Gericht wegen eines geplanten Überfalls verantworten: Unter anderem wegen Diebstahls ist das Trio am Donnerstag zu Geldstrafen und gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Die 19-Jährigen hatten am 2. Februar Autokennzeichen gestohlen und an ihren Wagen montiert, um maskiert und bewaffnet eine Spielhalle im niedersächsischen Lauenau zu überfallen.

Kurz vor dem geplanten Überfall gab das Trio den Plan auf, wurde aber trotzdem von der Polizei erwischt, weil das Auto mit zwei unterschiedlichen Kennzeichen im absoluten Halteverbot stand. Das Motiv der drei U19-Spieler waren Geldsorgen.

Der Initiator des Überfallplans sagte am Donnerstag im Prozess vor dem Amtsgericht Stadthagen, dass er in Zockerkreise geraten sei und seine Eltern nicht um Geld anpumpen wollte. Inzwischen habe er sich in Therapie begeben. Er wurde zu 50 Sozialstunden und einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Die beiden anderen erhielten 40 Sozialstunden sowie 300 Euro Geldstrafe. 

Hannover 96 hatte die drei Nachwuchskicker nach der Tat suspendiert und seit März wieder ins Training integriert. Daneben mussten sie auf Anordnung des Clubs bereits Sozialstunden ableisten.

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