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WM in Brasilien : Spannung vor der Auslosung

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Es wird spannend: Heute Nachmittag greifen die Losfeen in die Töpfe und entscheiden darüber, ob Deutschland in einer „Hammergruppe“ spielt – in Brasilien werden die Vorrundengruppen der WM 2014 ausgelost. shz.de weiß mehr.

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erstellt am 06.Dez.2013 | 15:32 Uhr

Wo findet die Auslosung statt?

Um 17 Uhr beginnt am Freitag das Losspektakel an der brasilianischen Atlantikküste. Zwischen den luxuriösen Hotelanlagen von Costa do Sauípe haben FIFA und lokales Organisationskomitee für rund acht Millionen Euro eine künstliche Auslosungs-Landschaft geschaffen. Ein 9000 Quadratmeter großes weißes Zelt bietet Platz für 1300 geladene Gäste und Medienvertreter aus der ganzen Welt. 30 Grad und Sonnenschein werden erwartet. 193 Länder übertragen das TV-Ereignis.

Was macht eigentlich Lothar Matthäus bei der Auslosung?

Der ehemalige Nationalspieler ist neben Zinédine Zidane (Frankreich), Alcides Ghiggia (Uruguay), Geoff Hurst (England), Mario Kempes (Argentinien), Cafu (Brasilien), Fabio Cannavaro (Italien) und Fernando Hierro (Spanien) als Losfee vor Ort. Sie greifen in die Töpfe und stellen die acht Vorrundengruppen zusammen.

Welche Mannschaften sind in welchem Lostopf?

Topf 1: Gesetzte Teams: Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Uruguay, Belgien, Deutschland, Spanien, Schweiz. Diesen Mannschaften wird aus jedem anderen Topf ein Team zugelost.

Topf 2: Afrika/Südamerika: Algerien, Kamerun, Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Chile, Ecuador, ein europäische Team aus Topf 4.

Topf 3: Asien/Nord- und Mittelamerika: Australien, Iran, Japan, Südkorea, Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA. 

Topf 4: Europa: Bosnien-Herzegowina, Kroatien, England, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Portugal, Russland. Ein europäisches Team wird noch dem Topf zwei zugelost.

Wie kommt die Aufteilung in den Lostöpfen zustande?

Der Fußball-Weltverband blieb bei der umstrittenen Grundlage, auf Basis der FIFA-Weltrangliste vom Oktober dieses Jahres die Einteilung der Lostöpfe vorzunehmen, machte aber im Fall Frankreich eine Ausnahme. Der in der Weltrangliste am schlechtesten platzierte europäische WM-Teilnehmer wurde nicht automatisch in den gemischten Topf zwei eingeordnet. Vor der eigentlichen Auslosung am Freitag in Costa do Sauípe wird einer der neun Europäer aus Topf vier gezogen und in den Topf zwei verschoben.

Auf wen könnte die deutsche Mannschaft in der Vorrunde treffen?

Deutschland wird am Freitag ein Gegner aus dem Topf Afrika/Südamerika, ein Kontrahent aus dem Topf Asien/Nord- und Mittelamerika sowie ein Europäer aus dem vierten Topf zugelost. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw könnte beispielsweise auf die Elfenbeinküste, Japan und die Niederlande treffen. Als leichte Aufgabe mit entsprechendem Losglück ist auch eine Vorrundengruppe mit Algerien, Iran und Griechenland möglich. Die FIFA verhindert mit den Loskriterien, dass Teams einer Konföderation schon in der Vorrunde aufeinandertreffen. Zudem sollen nur maximal zwei europäische Mannschaften in einer Gruppe spielen.

Gibt es wieder eine „Todesgruppe“ bei der WM?

Brasilien, Italien, USA und Niederlande: So könnte eine „Todesgruppe“ aussehen. Das würde bedeuten, dass entweder der Gastgeber, die Italiener oder die Niederländer bereits in der Vorrunde ausscheiden. Denn nur die besten zwei Mannschaften aus einer Gruppe erreichen das Achtelfinale. Da nur zwei europäische Teams in einer Gruppe gegeneinander spielen können, droht Deutschland keiner Hammergruppe.

Gegen wen spielte Deutschland bei vergangenen Weltmeisterschaften in der Vorrunde?

2010 in Südafrika: Australien (4:0 gewonnen), Serbien (0:1) und Ghana (1:0)

2006 in Deutschland: Costa Rica (4:2), Polen (1:0) und Ecuador (3:0)

2002 in Südkorea/Japan: Saudi-Arabien (8:0), Irland (1:1), Kamerun (2:0),

1998 in Frankreich: USA (2:0), Jugoslawien (2:2) und Iran (2:0)

1994 in den USA: Bolivien (1:0), Spanien (1:1) und Südkorea (3:2)

1990 in Italien: Jugoslawien (4:1), Vereinigte Arabische Emirate (5:1) und Kolumbien (1:1)

Wird Deutschland 2014 Weltmeister?

Zumindest glaubt die Mehrzahl der Deutschen an den Titelgewinn ihrer Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa. 55 Prozent der Befragten trauen Bundestrainer Joachim Löw und seinem Team im Sommer 2014 in Brasilien den großen Coup zu. Nur 29 Prozent beantworteten eine entsprechende Frage mit Nein. Nur acht Prozent der deutschen Bevölkerung befürchten, dass die DFB-Elf schon nach der Vorrunde ausscheiden könnte. 76 Prozent haben eine solche Befürchtung nicht. Der Vertrauensvorschuss für DFB-Chefcoach Löw ist im Land des dreimaligen Weltmeisters Deutschland riesengroß. Lediglich 21 Prozent der Menschen meinen, dass der Bundestrainer bei einem Ausscheiden der Mannschaft schon vor dem Viertelfinale zurücktreten sollte. 59 Prozent, also eine klare Mehrheit, votieren auch für diesen überraschenden Fall für eine Fortsetzung der Ära Löw. 20 Prozent legten sich nicht fest. Nur 25 Prozent glauben, dass auch bei der fünften WM in Südamerika wieder ein südamerikanisches Team den Titel gewinnt.

Wie lange dauert die WM?

Die Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt am 12. Juni. Fest steht bereits, dass Brasilien im Eröffnungsspiel in Sao Paulo antritt. Die Vorrundenspiele enden am 26. Juni. Zwei Tage später findet das erste Achtelfinalspiel statt. Das Finale bestreiten die beiden besten Mannschaften des Turniers am 13. Juni in Rio de Janeiro – im Maracana-Stadion.

 

 

 

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