Schlagzeilen : Pressestimmen zum WM-Spiel Deutschland-Schweden

Teammanager Oliver Bierhoff (l) und Bundestrainer Joachim Löw nach dem Schlusspfiff gegen Schweden.
Teammanager Oliver Bierhoff (l) und Bundestrainer Joachim Löw nach dem Schlusspfiff gegen Schweden.

Die Deutsche Presse-Agentur hat die Pressestimmen nach dem 2:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im zweiten WM-Spiel gegen Schweden zusammengestellt:

shz.de von
24. Juni 2018, 12:43 Uhr

SCHWEDEN:

«Svenska Dagbladet»: «Schöne Tore sind nicht genug für wichtige Siege. (...) Die erste Hälfte war brillant. Ola Toivonens Tor war magisch. Und doch sitzen wir hier als Verlierer nach 95 Minuten.»

«Aftonbladet»: «Deutschland ist am besten, wenn es wirklich drauf ankommt (...) Deutschland war hier, um die Geister des Mexiko-Spiels zu begraben. Sie wurden von der Presse verrissen, in Frage gestellt und kritisiert, und nun bekamen sie eine zweite Chance, um einen ersten Eindruck zu hinterlassen.»

«Dagens Nyheter»: «Eine der brutalsten Niederlagen, die Schweden erlitten hat. Wo war der Videoassistent, als er am meisten gebraucht wurde? Gegen Südkorea hat das neue Video-Analyse-System Schweden gerettet und einen Elfmeter gegeben. Gegen Deutschland hat das VAR Schweden gehindert, einen frühen Elfmeter zu bekommen.»

RUSSLAND:

«Sport-Express»: «Danke Deutschland, dass du noch lebst! Die deutsche Auswahl hat sich am eigenen Schopf aus einer hoffnungslosen Lage im Turnier und einer hoffnungslosen Lage im Spiel herausgezogen. Danke dafür, Weltmeister!»

«Kommersant»: «Der Weltmeister vermeidet das Ausscheiden. Die deutsche Mannschaft ringt Schweden in letzter Sekunde den Sieg ab.»

«Moskowski Komsomolez»: «So, Deutschland hat es geschafft! Das Bundesteam gewinnt 2:1 in einem dramatischen Spiel! Schweden ging dank eines Treffers von Toivonen in Führung, aber die Deutschen drehten das Spiel in der zweiten Halbzeit.»

«Komsomolskaja Prawda»: «Die Schweden konnten das verdiente Unentschieden nicht halten. In der letzten Minute bekam die deutsche Mannschaft einen Freistoß. Nach Zuspiel von Reus traf Kroos genau ins lange Eck, machte seinen Fehler aus der ersten Halbzeit wieder gut und brachte seiner Mannschaft einen unglaublich schweren Sieg praktisch mit dem Schlusspfiff.»

«newsru.com»: «Deutschland in Unterzahl entreißt Schweden den Sieg dank eines Wundertors von Kroos»

FRANKREICH:

«L'Équipe»: «Der Meisterschuss»

«La Kroos Frayeur - [Wortspiel mit «la grosse frayeur», der große Schrecken] Das war kein Freistoß, das war ein Messerstich. Ins Herz der Schweden und in die Seele der Deutschen. (...) Deutschland hatte sein Wunder von Bern, es hat nunmehr sein Wunder von Sotschi(...).»

«Le Monde». «Deutschland hat noch viele Probleme zu lösen, falls es seinen bei der WM 2014 errungenen Titel gelassen verteidigen will. Vier Jahre später macht es (Deutschland) einen anderen Eindruck - mit einer Verteidigung, die verletzbarer und Kontern ausgesetzt ist.»

«Le Figaro»: «Toni Kroos rettet Deutschland gegen Schweden am Ende der Nachspielzeit. Deutschland ist bei der WM immer noch lebendig. (...) Ein wichtiger und wunderbarer Sieg(...).»

SPANIEN:

«Marca»: «Kroos rettet den Weltmeister. (...) Toni Kroos führt bei Real Madrid keine Freistöße aus, weil diese Cristiano Ronaldo vorbehalten sind. Aber es stellt sich heraus, dass er darin ein außergewöhnlicher Spezialist ist. Der deutsche Fußballspieler (...) rettet den Weltmeister, der schon fast mit Bordkarten für den Rückflug nach Berlin dastand, mit einem Wunder in letzter Minute.»

«Mundo Deportivo»: «Toni Kroos schießt in der Nachspielzeit das Tor seines Lebens, und jetzt hängt alles von Deutschland selbst ab. Die Mannschaft hat sehr gelitten, ist aber dem Fluch des Weltmeisters in allerletzter Minute entronnen.»

«El País»: «Deutschland, das alte Deutschland, das Team, das die meisten Triumphe einfährt, wenn es so aussieht, als liege es im Sterben, ist wieder auferstanden. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit ist ihm dies gelungen, als das Herz bis zum Hals schlug (...). Ja, Deutschland kommt immer wieder zurück, egal ob es gut spielt oder schlecht spielt, es geht nie wirklich weg.»

«El Mundo»: «Deutschland ist nicht wie die anderen. (...) Nein. Deutschland ist mental anders. Sotschi geht als einer der Orte in die Geschichte ein, an denen das Land (...) gezeigt hat, wie ein Champion lebt, stirbt und wiederaufersteht, fähig, über sich selbst hinauszuwachsen (...).»

GROSSBRITANNIEN:

«Mirror»: «Die Deutschen haben großen Geist gezeigt, sich in ein Spiel zurückzukämpfen, das ihnen ... wegzurutschen drohte.»

BBC: «Deutschland ist lautstark zurückgekehrt in Russland.»

«The Sun»: «Kroos' brillanter Freistoß in der 95. Minute brach die schwedischen Herzen und jeder war völlig perplex.»

«The Times»: «Toni Kroos hat nach dem Rettungsanker gegriffen.»

SCHWEIZ:

«Sonntagsblick»: «Was für ein Spiel! Deutschland kommt wie die Feuerwehr, lässt aber in den ersten Minuten mehrere Hochkaräter liegen. .... Die zweite Hälfte ist dann aber gerade mal zwei Minuten alt, als Reus zum Ausgleich trifft. Und jetzt rollt der DFB-Express. Immer wieder kommen die Deutschen zu Chancen. Bis erst in der allerletzten Minute Toni Kroos unsere nördlichen Nachbarn erlöst.»

Rundfunk SRF: «Deutschland konnte den Kopf aber nochmals aus der Schlinge ziehen. In extremis und gleichermaßen mustergültig verwandelte in der 95. Minute Toni Kroos einen Freistoß sehenswert zum 2:1-Endstand.»

«NZZ»: «Der Titelverteidiger Deutschland lebt noch. Kann das, was im Fussball für gewöhnlich Befreiungsschlag genannt wird, auf schönere Weise gelingen als durch ein solches Tor? Als durch einen Freistoss wie diesen in der Nachspielzeit?»

ÖSTERREICH:

Rundfunk ORF: «Deutschland hat nach einem hart erarbeiteten 2:1-Sieg gegen Schweden das vorzeitige Aus bei der Fußball-WM in Russland abgewendet und hat wieder beste Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale.»

Nachrichtenagentur APA: «Toni Kroos und der späte Schuss ins Glück. Mit einer gehörigen Portion Glück hat Deutschland bei der Fußball-WM in Schweden die realistische Chance auf das Achtelfinale am Leben erhalten.»

ITALIEN:

«La Repubblica»: «Deutsche Fußball-Götterdämmerung»

«Es war ein Epilog, der trauriger war als eine Sirene im Nebel des Hamburger Hafens. Das große Deutschland, Titelverteidiger, muss nach Hause. Aber die Deutschen, das weiß man, geben nie auf. Auch nicht mit einem Tor Rückstand. Auch nicht nur mit zehn Mann. Es gab alle Zutaten für eine fußballerische Götterdämmerung. Aber dann kam Kroos. (...) Das wahre Deutschland haben wir immer noch nicht gesehen, aber das Team hat jetzt wieder Rückenwind.»

«Gazzetta dello Sport»: «Deutschland: Einmal Hölle und zurück. Ein unglaubliches Spiel in Sotschi.»

«La Stampa»: «Deutscher Schüttelfrost: Deutschland kann nur auf einer Seite lachen. Einerseits hat Kroos die Situation wieder etwas rosiger gemacht. Aber auf der anderen Seite zeigt das deutsche Spiel bisher keine Anzeichen, abzuheben.»

NIEDERLANDE:

«de Volkskrant»: «Kroos rettet Deutschland in der Schlusssekunde. Euphorisch war die deutsche Freude nach diesem - übrigens hochverdienten - Sieg, groß das Leid der Schweden.»

«De Telegraaf»: «Deutschland ist außer sich»

POLEN:

Sportportal «Przeglad Sportowy»: «Das wird eines der unvergesslichsten Spiele dieser Weltmeisterschaft bleiben. Die Deutschen spielen gegen Schweden ums Sein oder Nichtsein und starten mit einem Rückstand. Doch eine alte Fußballerwahrheit bewahrheitet sich: Sie spielen das Spiel zu Ende.»

Portal «Fakty Sportowe»: «Die Deutschen standen im Spiel gegen Schweden in Sotschi am Abgrund und verloren das Gleichgewicht, doch es gelang ihnen, einen sicheren Schritt zurück zu machen. Die Mannschaft von Joachim Löw gewann 2:1, das entscheidende Tor zum Sieg schoss in den - sprichwörtlich - letzten Sekunden Toni Kroos.»

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