WM 2014 : Löw-Team in Brasilien gelandet

Die deutsche Nationalmannschaft ist in Salvador gelandet. Das Team bedauert noch immer den Ausfall von Talent Marco Reus, will sich jetzt aber nur noch auf Fußball konzentrieren. Am 16. Juni hat die DFB-Auswahl das erste Gruppenspiel gegen Portugal.

shz.de von
08. Juni 2014, 09:23 Uhr

Salvador | Nach einem knapp zehneinhalbstündigen ruhigen Flug ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am frühen Sonntagmorgen in Brasilien gelandet. Der Charterflieger mit der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw setzte um 3.30 Uhr (Ortszeit) auf der Landebahn des Flughafens von Salvador auf. Danach stand für den Tross des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch ein kurzer Anschlussflug nach Porto Seguro an. „Es ist gut, dass es nun endlich los geht“, erklärte Teammanager Oliver Bierhoff.

Das Basisquartier des DFB-Teams liegt im kleinen Fischerdörfchen Santo André direkt an der Atlantikküste. „Wenn wir im Campo Bahia angekommen sind, geht es nur noch um die Hauptsache: um Fußball“, betonte Bierhoff, der nochmals den Ausfall von Marco Reus bedauerte. Der Dortmunder Offensivspieler kann wegen einer Spunggelenksverletzung bei der WM nicht dabei sein. „Wir werden nicht lamentieren, wir werden die Bedingungen so annehmen, wie sie sind.

Ich bin überzeugt: Mit dieser Einstellung können wir bei der WM sehr viel erreichen“, erklärte Bierhoff. Eine Woche vor dem ersten Gruppenspiel am 16. Juni gegen Portugal hatte Löw im Basisquartier am Sonntagnachmittag schon das erste Training angesetzt. Für Reus war Innenverteidiger Shkodran Mustafi von Sampdoria Genua nachnominiert worden.

US-Nationalcoach Jürgen Klinsmann hatte zuvor mit Betroffenheit auf den Ausfall von Marco Reus bei der Fußball-WM 2014 reagiert. „Das tut mir wahnsinnig leid für den Marco. Solch ein Klasse-Talent und Klasse-Spieler muss einfach mit dabei sein. Das tut jedem Trainer weh, wenn man sieht, dass der Junge es nicht schafft. Ich wünsche ihm alles, alles Gute“, sagte der frühere Bundestrainer nach dem 2:1 im WM-Testspiel am Samstag (Ortszeit) gegen Nigeria der Nachrichtenagentur dpa.

Klinsmann trifft mit den USA im letzten WM-Gruppenspiel am 26. Juni auf Deutschland. Die DFB-Auswahl werde sich seiner Meinung nach auch ohne Reus „auf höchstem Niveau“ bewegen. „Es ist einfach viel zu viel Potenzial in der deutschen Mannschaft. Sie gehören zu den Favoriten und werden Minimum ins Halbfinale kommen. Da bin ich total von überzeugt“, ergänzte der frühere Welt- und Europameister, der Deutschland bei der Heim-WM 2006 zum dritten Platz geführt hatte.

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