WM 2014 in Brasilien : Iran nach Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina ausgeschieden

Die Spieler von Bosnien-Herzegowina reisen mit einem Sieg in der Tasche zurück in die Heimat.
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Die Spieler von Bosnien-Herzegowina reisen mit einem Sieg in der Tasche zurück in die Heimat.

Der Iran konnte nicht von der Niederlage Nigerias gegen Argentinien profitieren. Die Mannschaft verlor mit 1:3 gegen Bosnien-Herzegowina. Wie das Spiel verlief, können Sie im Fupa-Ticker nachlesen.

shz.de von
25. Juni 2014, 17:43 Uhr

Salvador | Endrunden-Novize Bosnien-Herzegowina hat sich mit dem historischen ersten WM-Sieg aus Brasilien verabschiedet und damit Irans leise Achtelfinal-Hoffnungen zunichtegemacht. Die Asiaten verloren am Mittwoch in Salvador mit 1:3 (0:1) gegen das engagiert aufspielende Team vom Balkan und müssen auch bei ihrer vierten WM-Teilnahme bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten.

Nur ein Sieg hätte dem Team von Carlos Queiroz vor 48.011 Zuschauern die theoretische Chance auf ein Weiterkommen eröffnet. Dies verhinderten der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko (23. Minute), Miralem Pjanic (59.) und Avdija Vrsajevic (83.) mit ihren Treffern, das erste Endrunden-Tor in Brasilien durch Resa Ghoochannejhad (82.) war nur ein schwacher Trost für die wieder früh gescheiterten Iraner. „Ich denke, wir wollten den Sieg heute mehr. Denn er war sehr wichtig für uns. Jetzt können wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Und es fühlt sich nicht mehr ganz so schlecht an“, sagte Bosniens Coach Safet Susic, der nach dem Spiel seine eigene Zukunft offen ließ. „Es war mein letztes WM-Spiel. Mehr kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich werde irgendwann traurig sein, wenn ich der Mannschaft auf Wiedersehen sagen muss. Aber der Tag ist jetzt noch nicht gekommen“, stellte Susic klar.

Im Hotel standen bereits die gepackten Koffer, doch beim letzten Auftritt auf der Weltbühne des Fußballs zeigte sich das Team von Trainer Safet Susic noch einmal voll motiviert. Vor allem dank Dzeko demonstrierten die Bosnier endlich auch einmal im Abschluss bisher vermisste Qualitäten. Nachdem er in der Anfangsphase zwei Chancen etwas leichtfertig liegengelassen hatte (4./9.), fasste sich der frühere Wolfsburger in der 23. Minute ein Herz und überwand Irans Schlussmann Aliresa Haghighi mit einem Flachschuss aus 20 Metern. Mit Hilfe des Innenpfostens fand der Ball den Weg ins Tor.

Die Gelegenheit zum ersten iranischen Tor bei dieser WM-Endrunde verpasste direkt nach dem Anstoß Massud Schojaei (24.), dessen Schuss von der Unterkante der Latte ins Feld zurückprallte. Es blieb in der ersten Spielhälfte die einzige Torchance der Iraner, die sich erneut auf ihre stabile Defensive verließen und auf Konter lauerten, die meist vom früheren Wolfsburger Ashkan Dejagah inszeniert wurden. Doch einmal mehr fehlte der Queiroz-Elf in der Offensive die nötige Durchschlagskraft.

Bosniens Coach Susic hatte sein Team nach dem ernüchternden 0:1 gegen Nigeria auf fünf Positionen verändert. Zu den Neuen in der Mannschaft zählte auch sein Neffe Tino Sven. Die Bundesliga-Profis Emir Spahic, Sead Kolasinac und Vedad Ibisevic behielten indes ihren Platz in der Startelf. Drei Minuten vor der Pause verpasste der von Dzeko freigespielte Vrsajevic mit einem Schuss aus spitzem Winkel die mögliche Vorentscheidung.Am Spielverlauf änderte sich im zweiten Durchgang wenig: Die Bosnier kontrollierten weiterhin das Geschehen, Iran kombinierte bisweilen gefällig im Mittelfeld, kam aber nicht zum Torabschluss. Für die Entscheidung sorgte nach knapp einer Stunde Pjanic, der den Ball in abseitsverdächtiger Position aufnahm und Haghighi zum zweiten Mal überlistete. Das erste iranische WM-Tor seit 2006 durch Ghoochannejhad beantwortete Vrsajevic postwendend mit dem dritten Treffer für Bosnien.

Der Fupa-Ticker zum Nachlesen:

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