Bescheiden wie immer : Iniesta bedankt sich für Zeit im Nationalteam

Ein großer Fußballer verlässt Spaniens Nationalmannschaft: Andrés Iniesta dankt für die Zeit im Team.  /AP
Ein großer Fußballer verlässt Spaniens Nationalmannschaft: Andrés Iniesta dankt für die Zeit im Team.  /AP

Mit einem rührenden Schreiben hat sich Spaniens Fußball-Held Andrés Iniesta aus der Nationalmannschaft verabschiedet.

shz.de von
03. Juli 2018, 17:03 Uhr

«Vielen Dank an alle, die mich zu einem besseren Mitspieler und Fußballer gemacht haben. Es war mir eine Ehre, mit euch all diese Jahre zu teilen», schrieb der Weltmeister von 2010 zwei Tage nach dem WM-Aus einer Mannschaft in Russland auf Facebook und Twitter.

Die Worte des langjährigen Spielmachers des FC Barcelona und Nationalteams spiegeln noch einmal seine Bescheidenheit wider: Iniesta war bis zuletzt auf der internationalen Bühne der Gegenentwurf zu extrovertierten Typen wie Cristiano Ronaldo und Neymar. Der 34-Jährige hatte seinen Rücktritt bereits vor der WM angekündigt und bestätigte ihn nach seinem 131. und letzten Länderspiel mit der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Russland.

Iniesta hatte im WM-Finale 2010 in Südafrika das Tor gegen die Niederlande erzielt und prägte die erfolgreichste Ära der Spanier zwischen dem EM-Triumph 2008 und 2012. «Es war mein Lebenstraum, die Farben unseres Landes zu vertreten», sagte Iniesta. «Ich glaube, ich hatte das Glück, eine der besten Etappen des spanischen Fußball miterleben zu dürfen mit einer Generation von Spielern, die außergewöhnlich waren und sind in jeder Hinsicht.»

Iniesta dankte namentlich all seinen Auswahltrainern, vor allem Luis Aragonés, der Spanien 2008 zum EM-Titel führte. Inmitten der Krise der Nationalmannschaft machte der Vorzeigeprofi seinen Nachfolgern Mut: «Die Zukunft ist spannend, mit einer Gruppe von unglaublichen Spielern, die von jetzt an mich als einen Fan mehr haben werden, der sie rückhaltlos unterstützen wird.» Iniesta bedankte sich auch bei seiner Familie, mit der es ihn nach Japan zieht. Bei Vissel Kobe wird er nun wie Lukas Podolski seine Karriere ausklingen lassen.

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