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Fußball-WM in Katar 2022 : Fifa bestätigt: WM-Finale am 18. Dezember 2022

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Nach der Kritik von Fifa-Präsident Jospeh Blatter bestätigt die Fifa den Termin für den Abschluss der Weltmeisterschaft.

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2015 | 18:44 Uhr

Belfast | Das Finale der Fußball-WM 2022 in Katar findet am 18. Dezember statt. Das Turnier soll 28 Tage dauern. Dies bestätigte am Donnerstag FIFA-Mediendirektor Walter De Gregorio in Zürich. Fifa-Präsident Joseph Blatter hatte sich Ende Februar in die Termindebatte um die Fußball-WM 2022 in Katar eingemischt und sich gegen ein Finale nur einen Tag vor Heiligabend ausgesprochen. Das Endspiel des umstrittenen Winterturniers müsse spätestens am 18. Dezember stattfinden, sagte der Weltverbandschef am Freitag in Belfast. Die Fifa hat dies nun entschieden.

Nach der umstrittenen Entscheidung der Fifa-Task-Force für eine WM im November und Dezember 2022 in Katar hatte Generalsekretär Jérôme Valcke den 23. Dezember als mögliches Endspieldatum genannt. Dieser Tag werde von den Kontinentalverbänden bevorzugt, hieß es bei einer Sitzung der WM-Organisatoren in Doha Ende Februar.

Laut FIFA-Mediendirektor Walter De Gregorio soll die WM 28 anstatt wie bislang üblich 30 Tage dauern. Ein mögliches Eröffnungsspiel am 20. November ist aber noch abhängig von den Verhandlungen über den internationalen Spielkalender mit den Profiligen, die die Winter-WM in Katar ablehnen. „Wir sind froh, dass eine Entscheidung getroffen wurde und die Planungen nun konkret vorangehen können“, sagte De Gregorio.

Das FIFA-Exekutivkomitee hatte am Donnerstag seine Tagungen zur Terminfindung für das übernächste WM-Turnier begonnen. Eine Entscheidung war ursprünglich für den Freitag angekündigt worden. Der 18. Dezember gilt als Wunschtermin für das Endspiel von FIFA-Präsident Joseph Blatter. Die Termin-Task-Force der FIFA hatte ein Turnier von Ende November bis Ende Dezember vorgeschlagen. Erstmals in der WM-Geschichte seit 1930 wird ein Turnier nicht im europäischen Sommer stattfinden.

Nach dem harsch kritisierten Wintervotum meldete sich Blatter noch im Februar selbst zu Wort. „Am 23. sicher nicht. Wir müssen am 18. aufhören“. Blatters Vorstoß war gleichzeitig ein weiterer Angriff gegen die Uefa. Europas Kontinentalverband hatte den November/Dezember-Termin zwar widerwillig akzeptiert, dabei aber für den spätest möglichen Beginn votiert, um die Auswirkungen auf die Champions League und die laufenden EM-Qualifikation 2024 gering zu halten. Valcke hatte von einem um vier Tage verkürzten Turnier vom 26. November bis 23. Dezember gesprochen und damit auch massive Kritik in der Bundesliga hervorgerufen.

Ligapräsident Reinhard Rauball, ein genereller Gegner der Katar-WM, sagte: „Ob da alle rechtzeitig zum Weihnachtsfest bei ihren Familien zu Hause sind, Fans, Mannschaften, wage ich auch zu bezweifeln. Für mich ist es nach wie vor ein Affront.“ Da die WM laut Valcke in jedem Fall verkürzt werden soll, um die Konsequenzen für die europäischen Top-Ligen zu verringern, müsste das Turnier bei einem Finale am 18. Dezember wohl am 21. November beginnen. Der genaue Terminrahmen soll vom Fifa-Exekutivkomitee beschlossen werden.

Blatter versuchte, die Gemüter zu beruhigen. „Es sind noch mehr als sechs Jahre, genau genommen sieben Jahre, um sich vorzubereiten. Und es ist guter Wille vorhanden“, sagte Blatter. „Es wird eine Lösung geben und ich bin sicher, alle werden zufrieden sein.“

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