Vor dem Spiel gegen Kolumbien : Erdbeben in Japan und Fehlalarm stören Japans Vorbereitung

Japans Team wurde durch ein Erdbeben in Japan und einen frühmorgendlichen Fehlalarm im Hotel beunruhigt.  /AP
Japans Team wurde durch ein Erdbeben in Japan und einen frühmorgendlichen Fehlalarm im Hotel beunruhigt.  /AP

Ein Erdbeben in der Heimat und ein nächtlicher Fehlalarm im Hotel haben die Vorbereitung der japanischen Fußball-Nationalmannschaft auf ihr WM-Auftaktspiel gegen Kolumbien empfindlich gestört.

shz.de von
18. Juni 2018, 15:52 Uhr

«Es gab zwei unschöne Vorfälle», sagte Trainer Akira Nishino mit Verweis auf das Erdbeben im Raum der Millionenstadt Osaka mit mehreren Toten in der Nacht zum Montag. Zudem sei sein Team um 5.00 Uhr im Hotel durch einen Fehlalarm aus dem Schlaf gerissen worden.

«Der Alarm war ungefähr zur selben Zeit wie das Erdbeben. Einige Spieler sahen morgens sehr müde aus», ergänzte der 64 Jahre alte Coach vor dem Spiel am 19. Juni in Saransk. «Es gibt Spieler, die Freunde und Familie haben in der Region. Natürlich waren sie beunruhigt und emotional berührt wegen des Erdbebens. Sie haben sich Sorgen gemacht», berichtete Japans Teamkapitän Makoto Hasebe vom Pokalsieger Eintracht Frankfurt. Der Feueralarm habe ihn nicht gestört, den habe er «verschlafen», meinte Hasebe schmunzelnd.

Ungeachtet dessen fühlen sich die Japaner gut vorbereitet auf ihr erstes WM-Match in der Gruppe H. Allzugern wollen sie Revanche nehmen für die 1:4-Niederlage bei der WM 2014 in Brasilien. Für Japan bedeutete die Pleite im dritten Gruppenspiel damals das WM-Aus, Kolumbien zog ins Achtel- und später ins Viertelfinale ein. «Jetzt ist die Situation anders. Es ist das erste WM-Spiel. Natürlich wollen wir uns gerne revanchieren und gehen selbstbewusst in die Partie», betonte der 34 Jahre alte Hasebe.

Großen Respekt hat Japan vor Kolumbiens Star James Rodríguez. Gleichwohl soll der Bayern-Spieler keinen Sonderbewacher bekommen. «Er ist der Kopf des Teams und überall auf dem Feld. Man kann ihn nur im Kollektiv verteidigen», erklärte Nishino.

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