Deutschland gegen Argentinien : DFB-Elf fiebert Finale entgegen: Der Titel muss her

Im dritten WM-Endspiel Deutschlands gegen Argentinien soll für die Generation um Lahm und Schweinsteiger endlich ein Titel her. Gegner Argentinien hofft auf den Einsatz von Di Maria. Im Ticketskandal deutet sich eine dramatische Entwicklung an.

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11. Juli 2014, 06:59 Uhr

Santo André | Die Vorfreude auf das WM-Finale steigt im DFB-Team fast stündlich. In der dritten Auflage eines WM-Endspiels gegen Argentinien wollen die Schützlinge von Bundestrainer Joachim Löw den vierten Titel nach Deutschland holen. „Die Mannschaft ist richtig heiß. Alle haben wochenlang darauf hingearbeitet. Die Stimmung ist gut, wir sind sehr fokussiert und konzentriert, wollen uns von nichts ablenken lassen. Wir freuen uns alle auf diesen starken Gegner“, sagte Assistenztrainer Hansi Flick mit Blick auf den nächsten reizvollen Südamerika-Europa-Vergleich. Die Final-Strategie gegen Superstar Lionel Messi haben sich Löw und seine hochmotivierten WM-Spieler schon zurecht gelegt - jetzt muss sie nur noch aufgehen. „Wir haben schon öfter gegen Argentinien gespielt und haben mit Sicherheit einen Plan, aber den werde ich nicht verraten“, erklärte Flick.

Außer Miroslav Klose, der schon 2002 bei der Niederlage in Japan gegen Brasilien dabei war, erlebte noch kein deutscher Spieler aktiv ein Weltmeisterschaftsendspiel. „Die Finals kann man nicht vergleichen“, sagte der 36-Jährige. „Aber ich weiß, wie beschissen sich das anfühlt, wenn man ein Finale verliert.“ Sollte der Final-Coup gelingen, wird die Mannschaft den Triumph auf der Berliner Fanmeile feiern. „Diesmal haben wir uns dafür entschieden, gemeinsam mit den Fans nur im Fall des Titelgewinns zu feiern“, sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff. „Und wir alle sind fest entschlossen, dieses Szenario wahr werden zu lassen.“

Beim Endspielgegner darf sich Mittelfeldspieler Angel Di Maria wieder Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Er absolvierte am Donnerstag zumindest wieder ein leichtes Lauftraining und einige Sprints. Di Maria hatte sich während der Viertelfinal-Partie gegen Belgien am vergangenen Samstag am Oberschenkel verletzt.

Vor dem großen Finale will sich Brasilien im Spiel um Platz drei gegen die Niederlande für die historische 1:7-Pleite gegen die DFB-Elf im Halbfinale rehabilitieren. Zur Unterstützung der Seleção traf Superstar Neymar am Donnerstagabend im Camp des WM-Gastgebers ein. „Natürlich schmerzt es, es wird für sehr lange Zeit schmerzen, aber es wird auch vorübergehen“, sagte der 22-Jährige bei einer Pressekonferenz und fügte hinzu: „Es werden bessere Tage kommen, und wir tun alles, um dem brasilianischen Volk die Freude zurückzubringen und vor allem zurück in unsere Gesichter.“

Im Skandal um illegal verkaufte Tickets für die Fußball-WM in Brasilien deutete sich derweil eine dramatische Entwicklung an. Die brasilianische Polizei sucht nach dem britischen Topmanager Ray Whelan. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft in Rio de Janeiro. Die Ermittlungsbehörde beantragte elf vorläufige Haftbefehle, einer davon gegen Whelan. Der Brite habe sich einer bevorstehenden erneuten Festnahme entzogen, hieß es von den Sicherheitsbehörden. Er wird verdächtigt, einer Ticket-Schieberbande Zugang zu WM-Eintrittskarten verschafft zu haben. Dies wurde von ihm und seinem Arbeitgeber, dem FIFA-Partner Match Services, bestritten.

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