Teamquartier im Nordkaukasus : Cúper zurückhaltend über mögliche Vereinnahmung Salahs

Tschetscheniens autoritärer Präsident Ramsan Kadyrow (l) posiert mit Ägyptens Starstürmer Mohamed Salah (r). AP/dpa
Tschetscheniens autoritärer Präsident Ramsan Kadyrow (l) posiert mit Ägyptens Starstürmer Mohamed Salah (r). AP/dpa

Ägyptens Nationalcoach Héctor Cúper hat sich zurückhaltend zu einer möglichen Vereinnahmung von Mohamed Salah durch Tschetscheniens autoritären Republikchef Ramsan Kadyrow geäußert.

shz.de von
24. Juni 2018, 15:59 Uhr

Der siebenmalige Afrikapokalsieger hatte als einziger WM-Teilnehmer sein Teamquartier im früheren Kriegsgebiet im Nordkaukasus bezogen. Kadyrow ließ sich mehrere Male medienwirksam mit dem Angreifer des FC Liverpool ablichten und ernannte Salah auch zum Ehrenbürger.

Er wisse nicht, ob Salah auf populistische Art benutzt worden sei, sagte Cúper vor dem letzten Gruppenspiel am Montag (16.00 Uhr) gegen Saudi-Arabien. Nicht nur der 26-Jährige, sondern die ganze Mannschaft sei in Grosny gewesen.

Im Vorfeld hatte es viel Kritik an der FIFA gegeben, Grosny als Standort für ein Mannschaftsquartier zu nominieren. «Die FIFA hat uns einige Möglichkeiten für Basiscamps angeboten und wir haben Grosny ausgewählt. Das ist alles», sagte Cúper. Grosny sei Ägypten als der «beste Ort» erschienen, jeder habe der Wahl zugestimmt.

Salah fehlte seiner Mannschaft im ersten WM-Spiel gegen Uruguay (0:1) wegen einer Schulterverletzung, in der zweiten Partie gegen Russland (1:3) gelang ihm immerhin der Ehrentreffer. «Wenn er nicht verletzt gewesen wäre, hätte es sicher ein Vorteil sein können», sagte Cúper.

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