Fifa-WM 2014 : Brasilien gegen Guillermo Ochoa - 0:0

Brasilien schafft es gegen eine starke mexikanische Mannschaft und einen überragenden Torwart nicht, ein Tor zu erzielen. Am Ende bleibt es beim 0:0. Der Fupa-Ticker zum Nachlesen.

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17. Juni 2014, 20:15 Uhr

Fortaleza | Auf dem Weg zum erhofften sechsten WM-Titel hat Gastgeber Brasilien den ersten Dämpfer erhalten. Gegen Angstgegner Mexiko kam die Seleção am Dienstagabend nur zu einem enttäuschenden 0:0, bleibt aber mit vier Punkten Tabellenführer der Gruppe A. Fünf Tage nach dem mühsamen 3:1 im Eröffnungsspiel gegen Kroatien vergaben Neymar und Co. im ausverkauften Estádio Castelão vor 60.342 Zuschauern beste Chancen zum Siegtreffer und scheiterten immer wieder am überragenden mexikanischen Torhüter Guillermo Ochoa.

Olympiasieger Mexiko, das im Finale von London vor zwei Jahren die favorisierten Brasilianer 2:1 geschlagen hatte, bleibt damit ebenfalls gut im Rennen um den Einzug ins Achtelfinale. „Am Ende ist das 0:0 kein gutes Resultat, aber es spiegelt das Spiel wieder. Mit einem Sieg wären wir so gut wie im Achtelfinale gewesen“, befand Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari. Dennoch sei er zufrieden, meinte der Coach. „Es war ein sehr physisches Spiel. Beide Mannschaften wollten das Tor machen“, sagte Scolari.

Bundesligaprofi Luiz Gustavo sagte: „Das war ein sehr schwieriges und intensives Spiel. Der Gegner hat große Qualität.“  Im ersten WM-Spiel zwischen beiden Teams seit 52 Jahren mussten die Gastgeber auf ihren Stürmer Hulk verzichten. Der Profi von Zenit St. Petersburg konnte wegen einer Oberschenkelverletzung nicht spielen. Für den 27-Jährigen nominierte Scolari, der die Seleção 2002 zum fünften und bisher letzten WM-Titel geführt hatte, Ramires vom FC Chelsea.

Die Mexikaner, die bei tropischer Schwüle von etwa 10.000 Landsleuten unterstützt wurden, spielten in der Formation des mit 1:0 gegen Kamerun gewonnen Auftaktspiels und bestätigten von Beginn an, warum sie als gefürchteter Gegner gelten. Zwar hat der Gastgeber eine positive Bilanz gegen die Mittelamerikaner und bei einer Endrunde auch noch nie verloren, doch von den letzten 15 Duellen gewannen die Mexikaner immerhin acht, darunter das Endspiel bei den Olympischen Spielen 2012.Gegen die zweikampfstarke und kompakte Elf von Trainer Miguel Herrera versuchte die Seleção vor allem über die Flügel mit den offensiven Außenverteidigern Dani Alves und Marcelo den Abwehrriegel zu knacken.Auch Stürmerstar Neymar, der bei der Nationalhymne Tränen in den Augen hatte, ließ sich immer wieder zurückfallen und kam bevorzugt über die linke Angriffsseite der Brasilianer.

Die erste Torchance hatten allerdings die Gäste in der 24. Minute durch eine Distanzschuss von Hector Herrera. Der Ball strich nur knapp über das Tor. Im Gegenzug kam Neymar zu seiner ersten großen Szene. Seinen Kopfball nach Flanke von Alves parierte Mexikos Keeper Giullermo Ochoa großartig. Auch bei einem Schuss aus kurzer Distanz von Paulinho kurz vor der Pause war der mexikanische Keeper auf dem Posten.

Die von beiden Teams intensiv geführte und umkämpfte Partie inspirierte auch die mehr als 60.000 Zuschauer im Stadion, wo ohrenbetäubender Lärm herrschte und eine leidenschaftliche Atmosphäre auf den Rängen entstand. Die mit Respekt, aber keineswegs fruchtlos angetreten Mexikaner verlangten dem Favoriten alles ab. „Wir haben eine großartige Partie gegen einen großartigen Gegner gespielt“, sagte Trainer Miguel Herrera. Seine Mannschaft sei gekommen, um auf Augenhöhe zu spielen, „gegen wen auch immer.“ Auch Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto war begeistert: „Was für ein großartiges Spiel. Sehr gut gespielt. Heute hat Mexiko seine Größe gezeigt. Bravo!“

„Wir haben gegen einen großen Rivalen gekämpft und einen guten Job gemacht. Unser Keeper hat uns gerettet“, sagte Mexikos Abwehrroutinier Rafael Marquez.

Mit dem jungen Bernard, den Scolari für den enttäuschenden Ramires brachte, kam etwas Schwung ins Offensivspiel der Brasilianer, die sich aber gegen einen früh attackierenden Gegner wenig Chancen herausspielen konnten. Auf der anderen Seite sorgte Mexiko vor allem mit Distanzschüssen für Gefahr. Jose Juan Vazquez scheiterte mit einem solchen Versuch ebenso knapp (55.) wie kurz darauf Herrera. Die besten Möglichkeit in der spannenden Schlussphase vergaben Neymar und Thiago Silva, die wiederum am ausgezeichneten mexikanischen Torhüter Ochoa scheiterte.

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