Erkenntnisse vom WM-Montag : Achtung Hollywood: Hier kommt Neymar

Ein gewohntes Bild: Neymar am Boden.
Ein gewohntes Bild: Neymar am Boden.

Belgiens Tor zum 3:2 im WM-Achtelfinale in Russland gegen Japan war ein Lehrvideo zum Thema "wie man richtig kontert".

shz.de von
03. Juli 2018, 07:05 Uhr

Moskau | Wieder einmal bot Brasiliens vermeintlicher Superstar Neymar eine Show auf dem Rasen. Keine fußballerische, um das in aller Deutlichkeit zu sagen. Natürlich erzielte er den 1:0-Führungstreffer für seine Mannschaft gegen Mexiko, aber wieder einmal zeigte er sich von seiner schlechten Seite.

Erkenntnis: Neymar macht sich lächerlich

Er rollte sich auf dem Rasen, wand sich vor Schmerzen und schrie lauthals auf dem Boden liegend herum. Natürlich kann das passieren, aber so schwer, wie Neymar es verlauten ließ, können die Schmerzen nicht gewesen sein – egal in welcher Szene. Denn im Anschluss eines jeden "Fouls" stand er auf, rannte wie ein junges Reh und erzielte entsprechend auch ein Tor.

22-mal wurde der Brasilianer im Turnier gefoult, so viel wie kein anderer Spieler. Aber: Was der 26-Jährige aus sich jeder bietenden Situation macht, ist seines Talentes unwürdig. Er ist ein begnadeter Fußballer, allerdings muss man den Worten von Mexikos Trainer, der sicherlich nicht als bester Verlierer in die Geschichte eingehen wird, beipflichten: "Das ist ein schlechtes Beispiel für die ganze Welt und all die Kinder vor dem Fernseher. Es sollte nicht so viel Schauspielerei geben."

Erkennntis: Kontern auf belgische Art

Es lief die vierte Minute der Nachspielzeit, Belgien hatte bereits einen 0:2-Rückstand gegen Japan egalisiert. Dann folgte etwas, was in die Lehrbücher eingehen dürfte: Ein Konter, der in seiner Perfektion nicht zu überbieten ist. Aus einer Ecke Japans heraus löste sich Kevin de Bruyne und legte den Turbo ein. Am Ende vollendete Nacer Chadli einen Angriff, der seines Gleichen sucht – 3:2 für Belgien.

Dieser Konter war schlichtweg nicht zu verteidigen. Natürlich agierte Japans Verteidigung nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand vogelwild, aber diesen Gegenstoß konnte tatsächlich keine Defensive der Welt verteidigen. Chapeau, Belgien!

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