Erdogan-Foto und WM-Aus : Grindel fordert Stellungnahme von Mesut Özil - Zukunft im DFB-Team offen

DFB-Präsident Reinhard Grindel fordert eine Stellungnahme von Mesut Özil zum Erdogan-Thema.
DFB-Präsident Reinhard Grindel fordert eine Stellungnahme von Mesut Özil zum Erdogan-Thema.

Nach dem WM-Aus holt Mesut Özil sein umstrittenes Erdogan-Foto wieder ein.

shz.de von
08. Juli 2018, 15:46 Uhr

Frankfurt | DFB-Präsident Reinhard Grindel hat von Mesut Özil nach der Dauer-Debatte um die Erdogan-Fotos eine öffentliche Erklärung gefordert. "Es stimmt, dass sich Mesut bisher nicht geäußert hat. Das hat viele Fans enttäuscht, weil sie Fragen haben und eine Antwort erwarten. Diese Antwort erwarten sie zu Recht. Deshalb ist für mich völlig klar, dass sich Mesut, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt, auch in seinem eigenen Interesse öffentlich äußern sollte", sagte Grindel in einem Interview des "Kicker".

Özil soll sich äußern

Özils Zukunft in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hängt für Grindel nach dem WM-Aus auch von einer Bewertung durch Bundestrainer Joachim Löw ab. "Daneben müssen wir die sportliche Analyse abwarten und schauen, ob Joachim Löw weiter mit ihm plant", sagte der DFB-Chef. Özil hatte seit dem Erscheinen der umstrittenen Aufnahmen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Mitte Mai, im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Ilkay Gündogan, keine öffentliche Stellungnahme abgegeben und war dafür öffentlich mehrfach hart kritisiert worden.

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Grindel fordert "kluges Krisenmanagement"

Nach den umstrittenen Aussagen von DFB-Direktor Oliver Bierhoff zu Özil forderte Grindel ein "kluges Krisenmanagement". Man müsse "kühlen Kopf bewahren und nicht jedem Druck nachgeben". Grund für Kritik an Bierhoff, der das WM-Debakel in den kommenden Wochen mit Löw aufarbeiten soll, sieht Grindel aber offenbar nicht.

"Oliver Bierhoff hat sehr deutlich gemacht, dass er sich hier missverstanden fühlt. Und dass es in keiner Weise seine Absicht war, einen Spieler öffentlich für das Scheitern bei der WM verantwortlich zu machen", sagte Grindel.

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