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EM 2016: Diese Teams sind dabei : Ohne Holland... – Niederlande verpassen EM-Qualifikation

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Die Farbe Oranje wird bei der EURO 2016 in Frankreich fehlen. Nach dem 2:3 gegen Tschechien sind die Niederländer wie erwartet raus. Die letzten beiden Direkt-Startplätze sicherten sich Kroatien und die Türkei.

Berlin | Die niederländische Fußball-Nationalmannschaft hat die EURO 2016 in Frankreich verpasst. Der WM-Dritte musste sich am Dienstagabend im letzten Gruppenspiel den bereits qualifizierten Tschechen mit 2:3 (0:2) geschlagen geben. Für die Elftal von Trainer Danny Blind geht es nach dem EM-Debakel nun um einen Neustart zur WM 2018 in Russland. Die Türkei buchte durch einen Freistoßtreffer von Selcuk Inan in der 89. Minute zum 1:0 (0:0) gegen Island als bester Gruppen-Dritter noch das direkte Ticket für die EM.

Diese Teams sind bereits qualifiziert

1. Frankreich (Gastgeber), 2. England, 3. Tschechien, 4. Island, 5. Österreich, 6. Nordirland, 7. Portugal, 8. Schweiz, 9. Spanien, 10. Italien, 11. Belgien, 12. Wales, 13. Rumänien, 14. Albanien, 15. Deutschland, 16. Polen, 17. Russland , 18. Slowakei, 19. Türkei, 20. Kroatien.

Diese Nationen müssen in die Playoffs

1. Bosnien-Herzegowina, 2. Ukraine, 3. Irland, 4. Slowenien, 5. Ungarn, 6. Schweden, 7. Norwegen, 8. Dänemark.

Auch Kroatien kam nach dem 1:0 (1:0)-Sieg auf Malta auf direktem Weg weiter, weil Norwegen zugleich 1:2 (1:0) in Italien verlor. Ivan Perisic sicherte den Kroaten mit seinem Treffer in der 25. Minute die Fahrkarte nach Frankreich.

In der Relegation um die restlichen vier Startplätze spielen Mitte November die acht Gruppen-Dritten Norwegen, Ukraine, Dänemark, Irland, Schweden, Slowenien, Ungarn und Bosnien-Herzegowina. Die Playoff-Spiele werden am 18. Oktober in Nyon ausgelost.

Bondscoach Danny Blind vertraute in der Amsterdam ArenA jener Startelf, die er schon beim 2:1 in Kasachstan auf den Rasen geschickt hatte. Nur Keeper Jeroen Zoet kam neu ins Team, weil sich Tim Krul und Jasper Chillessen verletzt hatten. Schon nach 24 Minuten lagen die Gastgeber durch Pavel Kaderabeks Treffer 0:1 zurück. Josef Sural (35.) legte für die Gäste nach, bei denen Marek Suchy nach einer Notbremse Rot sah (43.). Das Eigentor von Robin van Persie (66.) machte die Blamage für die Elftal perfekt. Daran änderten auch die Treffer des Schalkers Klaas-Jan Huntelaar (70.) und von Pechvogel van Persie (83.) nichts mehr.

Die Farbe Oranje wird nun bei der ersten EURO mit 24 Teams fehlen: Die Niederlande waren 1988 Europameister und verpassten vor 13 Jahren mit der Weltmeisterschaft 2002 ihr bis dato letztes großes internationales Turnier. Letztmals 1984 fehlte das Team bei einer EM-Endrunde. Nun muss die Elftal für die Qualifikation zur WM 2018 neu aufgebaut werden. „Dunkle Zeiten für den niederländischen Fußball“, prophezeite die Boulevardzeitung „De Telegraaf“. Doch Trainer Blind kündigte an, weitermachen zu wollen. „Das ist eine Riesen-Enttäuschung. Das muss man runterschlucken und nach vorne schauen“, forderte Blind im niederländischen Fernsehen und gab zu: „Ich habe es nicht geschafft, die Mannschaft zur EM zu bringen. Aber ich werfe mir nichts vor.“

Auch der Direktor des Fußballbundes KNVB, Bert van Oostveen, lehnte einen Trainerwechsel sowie seinen eigenen Rücktritt ab. „Wir müssen jetzt nicht weglaufen, sondern wir müssen jetzt neu aufbauen.“ Van Oostveen war für die umstrittene Trainerwahl bei Oranje verantwortlich. Zunächst hatte er gegen starke Kritik Guus Hiddink durchgesetzt. Als der nach nur knapp einem Jahr zurück trat, wurde dessen Assistent Blind Bondscoach.

Tief enttäuscht war auch Mannschafts-Kapitän Wesley Sneijder. „Wir mussten gewinnen, aber dann darf man nicht solche Fehler machen“, monierte er. Das schlechte Spiel gegen Tschechien, die nach einer Roten Karte in der 43. Minute sogar nur mit zehn Mann spielten, war nach Ansicht von Sneijder symptomatisch für die gesamte Qualifikation, in der die Niederlande nur gegen Lettland und Kasachstan gewinnen konnten. „Wir sind bestraft worden. Es ist vorbei.“

Den Dreikampf in der Gruppe B um Platz drei hinter Belgien und Wales gewann Bosnien-Herzegowina (17 Punkte) durch ein 3:2 auf Zypern (12). Israel (13) war nach dem 1:3 bei Gruppensieger Belgien aus dem Rennen.

Die Norweger schockten die Italiener, die in diesem Jahrhundert auch im 39. Heim-Pflichtspiel unbesiegt blieben, mit der Führung durch Alexander Tettey (23.). Doch die Azzurri schafften durch Alessandro Florenzi (73.) und Graziano Pelle (82.) noch die Wende.

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erstellt am 14.Okt.2015 | 11:44 Uhr

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