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Europameisterschaft 2016 in Frankreich : Kimmich, Weigl, Brandt: Das ist der vorläufige EM-Kader

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Der Bundestrainer hat gleich mehrere junge Talente ins Team geholt. Auch Kapitän Bastian Schweinsteiger ist wieder im EM-Kader. Mehr im shz.de-Liveticker.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2016 | 14:00 Uhr

Berlin | In den Stunden bis zur Verkündung des Kaders für die Europameisterschaft werden die besten deutschen Fußballer mehr oder weniger aufgeregt auf ihre Handys gestarrt haben. Jetzt herrscht Gewissheit: Die Debütanten Joshua Kimmich, Julian Brandt und Julian Weigl stehen im erweiterten Aufgebot von Fußball-Weltmeister Deutschland für die EM in Frankreich. Das gab Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag in der Französischen Botschaft am Brandenburger Tor in Berlin bekannt. Mit insgesamt 27 Spielern nimmt Bundestrainer Joachim Löw die Vorbereitung auf die Endrunde in Angriff, der endgültige 23-Mann-Kader muss bis zum 31. Mai feststehen. Damit werden vier Spieler noch durch das Raster fallen.

Die Zeit bis zur EM rennt: Am 24. Mai geht es bereits ins Trainingslager, es gibt zahlreiche Testspiele. Am 31. Mai um 23.59 Uhr muss Löw seinen entgültigen EM-Kader bei der UEFA gemeldet haben.

Welche Spieler sind im vorläufigen Kader?

 

Tor Manuel Neuer (FC Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer Leverkusen)
Abwehr Jérôme Boateng (FC Bayern München), Emre Can (FC Liverpool), Jonas Hector (1. FC Köln), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Antonio Rüdiger (AS Rom), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)
Mittelfeld Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Julian Draxler (VfL Wolfsburg), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Thomas Müller (FC Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), Marco Reus (Borussia Dortmund), Leroy Sané (FC Schalke 04), André Schürrle (VfL Wolfsburg), Bastian Schweinsteiger (Manchester United), Julian Weigl (Borussia Dortmund)
Angriff Mario Götze (FC Bayern München), Mario Gomez (Besiktas Istanbul)

Liveticker zur Nominierung:

 

Löw ist bei den Nominierungen für ein großes Turnier seit seiner Beförderung zum Chefcoach 2006 stets für Überraschungen gut gewesen. Das war schon bei der Heim-Weltmeisterschaft vor zehn Jahren so, als Löw noch Assistent von Jürgen Klinsmann war. Das Duo erstaunte 2006 mit dem rasenden Flügelstürmer David Odonkor Experten, Fans und sogar den vorher nicht unterrichteten Kapitän Michael Ballack. „Er kann eine Geheimwaffe sein, weil er enorm schnell ist“, sagte Ballack damals. Die Tradition der Überraschungen hat Löw bei seinen Turnieren als Chef seit der EM 2008 bis zum WM-Triumph 2014 nahtlos fortgesetzt.

Ein Rückblick auf die früheren Nominierungen:

 

WM 2006 (Deutschland) Klinsmann und Löw verblüffen mit der Nominierung des 22 Jahre alten Dortmunders David Odonkor. Den Flügelflitzer ohne Länderspiel hatte kein Experte auf dem Zettel. Andere denken dafür, sie seien sicher dabei: Kevin Kuranyi - neben Fabian Ernst und Patrick Owomoyela der Promi unter den Gestrichenen - kann es kaum glauben, als Klinsmann ihn anruft und ausbootet: „Ich habe gelacht und gesagt: Das ist jetzt nur ein Spaß, oder?“
EM 2008 (Österreich/Schweiz) Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, sorgt Bundestrainer Löw gleich für mehrere Aufreger. Er streicht Torwart Timo Hildebrand, bis dahin die Nummer 2 hinter Jens Lehmann. Hildebrand reagiert „geschockt und irritiert“. In Torwart René Adler und dem Gladbacher Zweitliga-Aufsteiger Marko Marin zaubert Löw dafür zwei Länderspiel-Neulinge aus dem Hut.
WM 2010 (Südafrika) Löw überrascht bei seiner vorläufigen 27-Mann-Liste mit den Neulingen Holger Badstuber und Dennis Aogo. Beide schaffen es auch in den 23-Mann-Kader für Südafrika. Torwart-Veteran Jörg Butt vom FC Bayern ersetzt den verletzten René Adler. Drei Spieler muss Löw „maßlos“ enttäuschen: Für Thomas Hitzlsperger, Marcel Schäfer und Christian Gentner ist kein Platz.
EM 2012 (Polen/Ukraine) Immer was Neues bei Löw: Diesmal nominiert er nicht drei, sondern vier Torhüter. Der Gladbacher Marc-André ter Stegen darf die etablierten Kollegen herausfordern. Schalke-Talent Julian Draxler ist der andere Kaderneuling. Beide schaffen es aber nicht ins endgültige Turnieraufgebot. Zur gestrichenen Prominenz zählt unter anderen der erfahrene Mittelfeldspieler Simon Rolfes.
WM 2014 (Brasilien) Torjäger Mario Gomez und Torwart René Adler fehlen im zunächst noch 30-köpfigen Aufgebot. „Das ärgert mich unendlich“, klagt Gomez. „Mario hat seit September nur 280 Minuten gespielt“, begründet Löw. Zu den gestrichenen Akteuren gehören auch Max Kruse, Sidney Sam, Sven Bender und Heiko Westermann. Die einstige Stammkraft Marcel Schmelzer fliegt nach dem Trainingslager raus, auch Kevin Volland und Shkodran Mustafi erwischt es. Der Abwehrspieler wird dann doch Weltmeister, weil sich Marco Reus im letzten Testspiel vor der Reise nach Brasilien verletzt und Löw dafür Mustafi mitnimmt.

So sieht der weitere Fahrplan aus:

 

Die Termine im Mai

17. Mai Benennung des vorläufigen EM-Kaders
21. Mai DFB-Pokal-Finale in Berlin
23. Mai Beginn Trainingslager in Ascona/Schweiz
28. Mai Champions-League-Finale in Mailand
29. Mai Benefiz-Länderspiel in Augsburg
31. Mai Ende Nominierungsfrist der 23 EM-Spieler

Die Termine im Juni

3. Juni Abschluss Trainingslager in Ascona
4. Juni Test-Länderspiel in Gelsenkirchen
7. Juni Einzug ins EM-Quartier in Évian-les-Bains
12. Juni EM-Gruppenspiel in Lille gegen die Ukraine
16. Juni EM-Gruppenspiel in St. Denis/Paris gegen Polen
21. Juni EM-Gruppenspiel in Paris gegen Nordirland

Den gesamten Spielplan gibt es auf dfb.de zum Download.

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