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Vorsorge : Für Unterstützung, wenn es mal schwierig wird

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Ein Sozialarbeiter bei einer Wohnungsbaugenossenschaft? Nein, das ist kein Widerspruch.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2012 | 01:18 Uhr

Wo gemeinsam gewohnt wird, wird auch gestritten, wo gemietet wird, kommt es auch einmal zu Unstimmigkeiten mit dem Vermieter. Alles Fälle, um die sich ein Wohn- und Sozialmanager zum Beispiel bei der Woge in Kiel kümmert. Gesunden Menschenverstand, Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl nennt Jan Buchner (49) als die wichtigsten Attribute für einen Sozialmanager. Denn immerhin geht es beim Wohnen um einen der intimsten Bereiche im menschlichen Leben überhaupt. Der Sozialmanager wird häufig dann angerufen, wenn es Probleme wegen zu viel Lärms im Haus gibt. Dann spricht er mit den Parteien und meistens lässt sich so die Frage der richtigen Lautstärke von Musik und Fußgetrappel klären. Er ist es auch, der mit Bewohnern nach Lösungen sucht, wenn sie mit ihrer Miete in Verzug geraten.
Die Resonanz darauf, dass jemand von der Genossenschaft immer ein offenes Ohr hat, ist groß und gut. Das gilt insbesondere dann, wenn Häuser im bewohnten Zustand modernisiert werden. Für viele, gerade ältere Mitglieder, gilt es Unterkünfte zu finden; oftmals organisiert Jan Buchner in diesen Fällen die Betreuung in einer Pflege-Einrichtung. "Am Anfang ist vor allem umfassende Information nötig, um den Menschen die Angst davor zu nehmen, was auf sie zukommt" – Jan Buchner macht deswegen Hausbesuche. Wenn sogar das ganze Haus abgerissen und neu gebaut werden soll, ist besonders viel Fingerspitzengefühl nötig. Der Sozialmanager sorgt dafür, dass der Umzug kostenlos organisiert wird und neue Bleiben oder Übergangswohnungen für die Bewohner gefunden werden. Aber vor allem geht es darum, dass der Übergang für jedes einzelne Mitglied möglichst harmonisch über die Bühne geht. Nur so lassen sich hässliche Streits, die leicht vor Gericht enden können, vermeiden.

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