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Reaktionen zur Neuerung : Freistoßspray: Sahnehäubchen für die Bundesliga

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„Die Schaum-Geschichte sehe ich total positiv“, sagte DFB-Präsident Niersbach bei der WM. Jetzt soll auch bald in der Bundesliga gesprüht werden. Die Neuerung macht bei Twitter und Youtube erfinderisch.

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2014 | 13:32 Uhr

Beim Saisonauftakt in eineinhalb Wochen zwischen Bayern München und Wolfsburg kommt das Freistoßspray zwar noch nicht zum Einsatz. Aber fest steht: Bald wird in den Bundesliga-Stadien kräftig gesprüht. Nach den guten Erfahrungen bei der Fußball-WM beschloss der Ligavorstand am Montag einstimmig die Einführung des Freistoßsprays in der Bundesliga und der Zweiten Liga. Ob es tatsächlich schon am 22. August beim Saison-Auftakt schäumt, hängt von Detailfragen ab. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zeigte sich schon während der Weltmeisterschaft in Brasilien begeistert vom Spray: „Die Schaum-Geschichte sehe ich total positiv“, sagte er damals.

Auch auf Twitter sorgt die Nachricht für Kommentare – meist lustiger Natur:

In der Bundesliga wird die Einführung des Sprays begrüßt. „Das Spray gibt es in Brasilien bereits seit drei Jahren. Ich verstehe nicht, wieso wir das nicht direkt eingeführt haben. Ich spendiere gerne auch 20 Kisten von dem Schaum“, sagte Jörg Schmadtke, Manager des Aufsteigers 1. FC Köln.

Die Bundesliga-Referees werden also bald mit kleinen Dosen ausgestattet. Das Spray besteht übrigens aus etwa 20% Butangas, 1% Tensiden und 2% anderen Substanzen, der Rest (knapp 80%) ist Wasser – zumindest war das die Zusammensetzung bei der WM. Es soll dem Schiedsrichter dabei helfen, dass alle Spieler bei Freistößen die vorgeschriebene Distanz von 9,15 Metern zum Freistoßschützen einhalten. Der Unparteiische markiert damit die Stelle, an der der Freistoß ausgeführt wird, und die Linie, die die Spieler in der Mauer nicht übertreten dürfen. Zwischen 20 Sekunden und zwei Minuten dauert es, bis das Spray rückstandslos verschwunden ist.

Die Einführung des Sprays macht natürlich erfinderisch. In Brasilien war Comedian Oliver Pocher während der Fußball-WM mit der Spraydose unterwegs, um Passanten den Weg zu weisen:

Was man mit dem Freistoßspray nicht machen sollte, verrät dieses Video. Amüsant wäre es allerdings schon, wenn sich folgende Szenen auf den Plätzen der Bundesliga abspielen würden.

Nicht jeder heißt die Einführung des Sprays gut. So kann dieser Twitterer die Prioritäten im deutschen Fußball nicht nachvollziehen.

Die Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga war im ersten Anlauf gescheitert. Der Ligavorstand beschloss nun eine zeitnahe Ausschreibung, deren Ergebnis bei der nächsten Mitgliederversammlung im Dezember präsentiert werden soll. Dort kommt es auf Initiative der Bayern zur erneuten Abstimmung.

(mit dpa-Material)

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