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Europa League : Frankfurt fast schon weiter – Freiburg vor dem Aus

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Während die Eintracht in der Europa League weiterhin überzeugt und Tel Aviv mit 2:0 besiegt, ist der Ausflug der Freiburger ins internationale Geschäft so gut wie beendet. Den Abwärtstrend konnten die Spieler von Trainer Christian Streich auch nicht im Heimspiel gegen Estoril aufhalten.

shz.de von
erstellt am 25.10.2013 | 07:00 Uhr

Frankfurt | Drittes Spiel, dritter Sieg: Während Eintracht Frankfurt in der Europa League weiter für Furore sorgt und fast schon für die K.o.-Runde planen kann, wartet der SC Freiburg nach wie vor auf seinen ersten Erfolg. Das Team von Trainer Christian Streich hat vor den letzten drei Begegnungen kaum noch Chancen auf das Weiterkommen. Nach dem 1:1 (1:0) im Heimspiel gegen GD Estoril Praia hat der Sportclub zudem seit nunmehr zwölf Spielen in Bundesliga und Europa League nicht mehr gewonnen.

Dank Tschechen-Power begannen die beiden deutschen Clubs ihre Europapokal-Heimspiele am Donnerstagabend mit schnellen Toren. In Frankfurt erzielte Vaclav Kadlec in der 12. Minute die Führung – am Ende hieß es 2:0 (1:0) gegen das nach einem Platzverweis fast eine Stunde in Unterzahl spielende Team von Maccabi Tel Aviv aus Israel. „Wir haben ein Jahr lang gearbeitet, um Europa zu erleben. Wir nehmen das sehr ernst und wollen was erreichen. Wir wollen weiterkommen“, sagte Trainer Armin Veh.

In Freiburg war Vladimir Darida, der teuerste Fußball-Einkauf in der Vereinsgeschichte, bei seinem Pflichtspiel-Debüt in der 11. Minute erfolgreich. Der verletzt gewesene Vier-Millionen-Euro-Mann überzeugte gegen die Portugiesen über weite Strecken als Torschütze und Ideengeber, ehe er müde wurde und in der 77. Minute für Mike Hanke ausgewechselt wurde. Vor 14.500 Zuschauern im Mage Solar Stadion sorgte zuvor der Brasilianer Seba (53.) nach einem Konter für Estorils Ausgleichstreffer. „Wir müssen akzeptieren, dass wir unverdientermaßen nicht gewonnen haben. Wir haben alles probiert. Wir haben alles gegeben, aber wir waren vor dem Tor nicht cool genug, um zwei, drei Chancen zu verwerten“, sagte Trainer Christian Streich.

Die Frankfurter belohnten sich für ihr Engagement, auch wenn die Hessen zunächst ebenfalls viele Chancen liegen ließen. Nach Gelb-Rot gegen Ben Haim Tal (33. Minute) prasselte Angriff auf Angriff auf das Tor der Gäste – zunächst ohne weiteren Erfolg. Vor 40.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena sorgten dann Alexander Meier (53./Kopfball) in seinem zweiten Spiel nach achtwöchiger Pause für die Entscheidung Weitere Treffer gelangen der Mannschaft von Trainer Armin Veh aber nicht.

„Wir feiern noch nicht. Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Die Art und Weise, wie wir in der Europa League gewinnen, ist sehr überzeugend“, meinte der starke Mittelfeldspieler Tranquillo Barnetta. Der für Tel Aviv spielende ehemalige Rostocker Rade Prica stellte fest: „Wir spielen scheiße, und Frankfurt sieht aus wie Barcelona.“ 

Mit neun Punkten liegt Frankfurt nach dem dritten von sechs Spieltagen in Gruppe F klar vor dem Tabellenzweiten Tel Aviv (4). Freiburg hat in Gruppe H gerade einmal zwei Zähler gesammelt und schon fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Sevilla aus Spanien. Dem Streich-Team kann somit nur noch ein Fußball-Wunder helfen. Oder es zeigt solch tolle Leistungen wie in der vergangenen Saison.

Der Tabellen-Vorletzte Freiburg erwartet in einer richtungsweisenden Bundesligabegegnung nun den Hamburger SV. Gegen die Norddeutschen wollen die Breisgauer dann ihren Sieglosserie beenden. Die zuletzt auf der nationalen Fußball-Bühne enttäuschenden Frankfurter müssen ebenfalls am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach antreten.

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