zur Navigation springen

Präsident gesucht : Fifa-Wahl: Das sind die möglichen Blatter-Nachfolger

vom

Am Freitag wählt die Fifa einen neuen Präsidenten. Fünf Kandidaten wollen Nachfolger des Schweizers Joseph Blatter werden.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 16:05 Uhr

Der Fußball-Weltverband Fifa steht vor dem Beginn einer neuen Ära. Am Freitag wählt die Organisation einen Nachfolger für den gesperrten Joseph Blatter.

Die Wahl eines neuen Präsidenten soll der Korruptionsaffäre der Fifa ein Ende setzen. Doch Beobachter sind skeptisch.

Das sind die Kandidaten:

Gianni Infantino

Der 45 Jahre alte Italo-Schweizer ist seit Oktober 2009 Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union. Gianni Infantino war früher Rechtsanwalt und startete seine Karriere bei der Uefa bereits neun Jahre vorher. Damals kümmerte sich Infantino um kommerzielle, rechtliche und um Profifußball-Angelegenheiten.

Prinz Ali Bin Al-Hussein

Prinz Ali Bin Al-Hussein (40) ist Präsident des jordanischen Fußball-Verbandes. Al-Hussein war Ende Mai als einziger Gegenkandidat bei der turnusmäßigen Wahl zum Fifa-Chef angetreten. Er hatte damals im ersten Wahlgang Stimmen geholt, auf einen zweiten verzichtet. Blatter hatte die Abstimmung somit gewonnen.

Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa

Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa (50) aus dem Königreich Bahrain ist Präsident des asiatischen Verbandes. Er wurde im Mai 2013 in das Amt gewählt. Unumstritten ist er nicht. Menschenrechtler werfen der Familie Al Chalifa vor, an der Niederschlagung von Anti-Regierungsprotesten in Bahrain beteiligt gewesen zu sein. Zudem soll er als Präsident des bahrainischen Verbands Mitschuld an der Inhaftierung und Folter von Fußballern sowie anderen Sportlern haben. „Dies sind falsche, eklige Lügen, die immer und immer in der Vergangenheit und Gegenwart wiederholt wurden“, verteidigte er sich gegen die Vorwürfe.

Jérôme Champagne

Der Franzose Jérôme Champagne (57) war früher stellvertretender Generalsekretär der Fifa (von 2002 bis 2005). Der einstige Diplomat wurde 1997 zum Protokollchef des Organisationskomitees der WM in Frankreich ernannt. Ok-Chef war damals Michel Platini. Nach der Wahl Blatters zum Fifa-Chef berief dieser Champagne zum Berater für internationale Angelegenheiten. Platini wurde damals zum Berater Fußball ernannt. 2010 verließ Champagne nach elf Jahren die Fifa. Seine Kandidatur für die Fifa-Präsidentenwahl 2015 musste er wegen unzureichender Unterstützung durch nationale Verbände aufgeben.

Tokyo Sexwale

Tokyo Sexwale (62) machte sich auch einen Namen als Aktivist der Anti-Apartheidsbewegung in seinem Heimatland Südafrika. Er war 13 Jahre lang mit Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert, 1990 wurden beide freigelassen. 2010 gehörte er dem WM-OK beim Turnier in Südafrika an, derzeit leitet er eine Beobachtungskommission der Fifa für Israel und Palästina.

shz.de berichtet am Freitag per Liveticker von der Wahl.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen